Baba Ganoush – Auberginencreme

Keine Idee für einen fancy Dip zu Brot und Grillgut? Versucht es doch mal mit der perischen Auberginencreme Baba Ganoush. Gemacht aus älteren Auberginen schmeckt sie nicht nur auf Brot sondern macht auch jedes Saitanfilet und Falaffelbällchen froh.

Die Zeit des Grillens ist fast vorbei. Und wie jedes Mal ist man schon so vollgefressen von Brot und Salat, dass man gar keinen Hunger mehr hat, überhaupt noch Saitan und Co zu essen. Mit diesem iranischen Dip ist das aber auch nicht so schlimm. Er schmeckt fantastisch und bietet einen Verwendungszweck für ein wenig schrumpelige Auberginen. Teller statt Tonne, meine Lieben! Aber auch mit frischen Auberginen ist diese leicht bittere und sehr Knoblauch-intensive Speise ein Genuss und eine willkommene Abwechslung  vegane Ergänzung zu Aioli, Kräuterbutter und BBQ-Sauce.

Zutaten für genug Baba Ganoush um 4 Leute satt zu bekommen

  • 500g Auberginen, ruhig etwas labberige, ältere
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 2 TL Sesampaste aka Tahin
  • 1 Zitrone
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl, evtl. Paprikapulver

Die Auberginen müssen, damit sie gleichmäßig gar werden, eingestochen werden, dafür mit einem Messer rundherum gleichmäßige Stiche setzen und diese anschließend mit Knoblauchstücken füllen. Dafür den Knoblauch schälen und jede Zehe in drei Teile schneiden. Die gefüllte Aubergine kann dann für ca. 20 Minuten bei 170°C gebacken werden bis sie verschrumpelt und weich ist.

Solange sie noch heiß ist, lässt sich das Fruchtfleisch am leichtesten aus der Schale kratzen, es erhöht aber auch die Gefahr auf Verbrennungen, also Vorsicht! Die Aubergine halbieren und mit einem Löffel Knoblauch und Fruchtfleisch von der Schale schaben.

Das weiche Fleisch der Aubergine kommt anschließend zusammen mit der Tahin in eine Schüssel oder einen Standmixer wo es fein püriert werden kann. Salz, Zitrone, Pfeffer und Öl dienen dem Geschmack und können großzügig verwendet werden. Je nach Eigengeschmack der Auberginen kann eine Prise Zucker Wunder bewirken, wenn ihr ebenso keine Fans von bitterem Essen seid wie ich. Wichtig ist aber auf jeden Fall die Zitrone und das gute Olivenöl. Die Zitrone verfeinert das Spiel aus Bitterkeit, Süße und Salzigkeit und macht das doch manchmal sehr schwere Püree leicht und fein. Olivenöl gibt neben seinem famosen Geschmack die nötige Cremigkeit die ein Brotdip braucht.

Was weniger traditionell ist, was ich aber gerne mag: Paprikapulver oben auf den Dip gestreut, wie beim Hummus, sieht hübsch aus und trägt ebenfalls zum Geschmack bei.

Wer noch ein gutes Rezept für Brot sucht, dem sei das Kartoffelfocaccia, wie auf dem Foto zu sehen, oder das Vollkornfladenbrot empfohlen. Wer mehr als einen Aufstrich machen möchte, findet dort zusätzlich auch einen frischen Joghurt-Gurken Dip mit Rosinen und Walnüssen.