[Tag 0] Düsseldorf – Istanbul

Wir ziehen in ein Abenteuer!

Kennt ihr das, wenn der Sommer arbeitsreich und ohne Urlaub war? Euer Twitter-Feed quillt über vor Reisefotos und Menschen, die sich und das Leben genießen; alle gehen zu Grill-Parties und an den Strand und was macht ihr? Putzen, Arbeiten, Schwitzen und irgendwie nichts was Spaß macht?

Vermutlich nicht, denn niemand außer mir ist so doof keinen Urlaub einzuplanen zwischen den Semestern und der Arbeit.

Jedenfalls sah mein Sommer 2015 genau so aus. Ständig stand irgendein Job an, ich war studentische Hilfskraft, ich habe auf der GourmeDo gearbeitet ohne Ende und Hochzeiten und Events ohne Ende betreut, während Freunde und Kommilitonen mir lustig Einladungen zum Feiern gehen geschickt haben. Meine Laune war furchtbar und ich fragte mich, was ich falsch gemacht habe um so meinen Sommer verbringen zu müssen. Mein Fernweh war größer als alles andere, größer als Elefanten und die Halde in Waltrop. Unendlich so zu sagen.

Ich musste auch noch ein Praktikumsplatz für das Pflichpraktiukum in meinem Studiengang finden. Stress, Stress, Stress!

Dann kam Karina. „Ich bewerbe mich für ein Praktikum an der University of Technlogy in Durban, Südafika.“ Vielleicht waren wir auf einer Party und vielleicht hatte ich schon einen in der Krone oder das Fernweh sprach aus mir: „Darfsch‘ mitkommen?“

Der Stein war ins Rollen gebracht, alles andere nur eine Frage der Organisation. Kontakt mit Durban aufnehmen, ein Projekt zugeteilt bekommen, Flug buchen, Visum beantragen, Research Proposal einreichen.

Und jetzt sitzen wir gelangweilt in Istanbul am Flughafen, noch drei Stunden. Zu wenig Zeit um eine Rundfahrt zu machen, zu viel Zeit um sie einfach so abzusitzen.

Der Hinflug war kurz, knackig, angenehme drei einhalb Stunden mit einem Film und Linsen und Reis und einem Dosenbier. Was will man mehr?

Ich hoffe nur, der zwölf Stunden-Flug wird genau so entspannt wie die erste Etappe.