[Woche 1] Ein Update

Die erste Woche ist rum, ein kurzes Update.

Montag

Erster Tag an der Uni, all die neuen Menschen! Und die Namen, wer war noch mal wer? Alle sind nett und freuen sich, dass wir hier sind und sind gespannt auf das Projekt, auch wenn sie selber an spannenden Projekten arbeiten. Eine Doktorandin entwickelt einen Joghurt mit Vitamin A Zusatz aus Süßkartoffel, der in den ländlichen Gegenden die Unterversorgung vermindern soll. Ungefähr zehn weitere spannende Projekte werden zur Zeit dort bearbeitet.

Nachmittags waren wir mit Bridget und Campell Laufen direkt am Strand, die Promenade entlang. Praktischerweise ist sie genau 2,5km lang, rauf und runter sind perfekte 5km. Ich komme ganz gut klar mit der feuchten Luft und der Wärme, Karina muss sich noch ein wenig anpassen, aber das wird hoffentlich was Regelmäßiges.

Dienstag

Da war was los, ich sag’s euch. An den Dienstagen haben die Studenten im ersten Jahr praktischen Kochunterricht und wir zwei alten Küchenhaudegen dürfen der Professorin assistieren und direkt am zweiten Tag klugscheißen und verbessern und sogar benoten ohne Ende. Nun ja, die Studenten hatten erst einmal Unterricht und durften die ersten Schnitte und Kochversuche machen, es war sehr niedlich und unbeholfen. Dazu kommt zum Teil eine kleine Sprachbarriere. Einige der Schüler sind Zulu und sprechen diese Sprache als erste Sprache und ihr wisst alle, wie gut ihr Englisch sprecht. Sie haben den starken Akzent, aber wir tauschen uns aus….

Highlight war der Besuch von Julia, die gerade aus Zimbabwe kam und jetzt mit ihrem Freund die Tour runter nach Kapstadt macht. Wir waren abends lecker indisch essen. So richtig indisch essen, denn Durban hat eine sehr große indische Gemeinschaft und prägt somit Stadtbild und Esskultur. Und wie es so ist, wenn Slow Foodies sich treffen, es wir geschlemmt. Wir hatten eine Vorspeisenplatte mit frittiertem Gemüse, Samoas und hundert anderen Sachen, danach einen Korb voller Naan in fünf verschiedenen Sorten (sogar eins mit Kartoffelfüllung, das war der Hammer!) und Gemüse-Korma. Dazu Bier und Limo und eventuell haben wir uns auch einen Nachtisch geteilt. Wir sind bestens vorbereitet jetzt auf unseren anstehenden Urlaub, denn Julia war schon mal für ein Jahr in SA und hat viel erzählt.

Mittwoch

An dem Tag hatte ich so einen Stein im Bauch, dass ich vergessen habe, was wir gemacht haben. Ich glaube wir waren das erste Mal im Kurs zur Ernährung von Bevölkerungsgruppen. Auch hier ist der Kurs noch am Anfang und wir warten mal ab, wie es sich entwickelt.

Donnerstag

Nichts zu tun im Office, da wir für das Projekt noch auf die Genehmigung der Ethikkomission warten. Highlight war das Essen im Uni-Restaurant, in dem an diesem Donnerstag Bridget gekocht hat. Wir hatten Auberginen Couscous und Panna Cotta und ein riesiges Stück Karottenkuchen mit Frosting. Nachmittags ist dann der Strom ausgefallen und ich konnte nicht mal mehr weiter Ressourcen suchen oder Schreiben, weil mein Akku leer war! Stattdessen habe ich meinen Kuchen gegessen, den ich eigentlich für später aufheben wollte.

Abends haben wir dann für alle Falafel und Pitabrote, Krautsalat und Tzatziki gemacht.

Freitag

Das Gute an der vier Tage Woche, ist das drei Tage Wochenende. Ausschlafen, Kaffee auf der Terrasse und danach Wäschewaschen und Shoppen.

Mittags haben wir dann einen Kräutergarten angelegt. All die feinen leckeren Kräuter wachsen jetzt direkt vor der Küchentür. Hoffentlich vergessen wir nicht, sie zu gießen. Dazu haben wir diesen wirklich niedlichen Topf-Menschen besorgt.

Samstag

Fun-Run. Das Wort Spaß ist hier ein wenig irreführend, da man um 7:30 durch einen hügeligen Wald und die umliegende Nachbarschaft rennt. Die Hügel hier sind steil und es war warm und früh. Organisiert war es von Morgans Schule unter dem Motto „Into the Wild“. Einige waren wirklich süß zurechtgemacht, es gab eine Schildkröte und Häschen und Katzen.

Mittag saßen wir am Pool und haben die Sonne genossen. Ich war sicher die Sonnencreme schützt mich. Falsch gedacht mein Rücken ist so rot und tut vier Tage danach noch immer so weh und ist so rot…

Anschließend waren wir auf dem wunderschönen I heart market am Stadion, für handwerklich hergestellte Produkte und Essen und solche hübschen Sachen. Ich wollte zwei Kleider kaufen und ein Kuscheltier und vielleicht auch mit dem Longboarden anfangen, weil die so toll aussahen. Stattdessen hatten wir Kokosnuss mit Pflaumensaft, auch gut. Und nächsten Monat kaufe ich alles! ALLES!

Aus unserer Fahrt zur Spitze des Stadions wurde nichts. Die Gondel vor uns ist einfach auf halber Strecke liegen geblieben. Gut, dass wir nicht drin waren.

Danach waren wir noch am uShaka, der Touristen- und Strandmeile mit Aquarium, Restaurants, Geschäften und all dem Zeug was man zum Spaß haben braucht. Der Strand ist Atemberaubend und hoffentlich ist das Wetter nächsten Freitag gut, dann gehen wir dort hin und machen den Touristenunfug. Und lernen Surfen. Und sowas.

Abends dann Sausage-Braai (Grillen von Würstchen), Rotwein und Rugby. Cheers!

Sonntag

Gateway. Eine riesen Mall mit vielen Geschäften und, für Europäer, sagenhaften Preisen. Zwei Stunden bummeln und ein leckeres Mittagessen im Circus Circus waren perfekt. Ich habe neue Schuhe und ein Tshirt und einen Schlafanzug. Aber auch da gab es dieses wundertolle Roxy Kleid…. Nächstes Mal.

Die guten Nachrichten zum Schluss: unser Trip nach Kapstadt über Ostern ist gebucht! Mehr dazu, wenn es so weit ist.