[Tag 18-21] Kapstadt

Mother City here we come. (Nur die Bilder brauchen noch)

Wie alle guten Reisen begann auch diese im Morgengrauen. Allerdings mit dem Uber zum Flughafen statt mit dem Pferd in den Kampf. Auch wenn ich eher nach Kampf als nach Urlaub aussah mit meinem riesig vollen Rucksack. Aber man weiss ja nie, besser mal Duckttape im Koffer und vier paar Schuhe, nur für den Fall.

Also auf zum Flughafen mit dem Uber-Taxi für umgerechnet 10€, super günstig! Wie so Innlandsflüge sind brauche ich nicht lange zu erklären: rumpelig, geschäftig, unaufgeregt.

In Kapstadt haben wir den Bus bis zu unserer Unterkunft in Sea Point gefahren, für ca. 2€ pro Person.

Das Quartier

Sea Point ist eine Mischung aus Touristenhochburg und Szeneviertel mit einer mehrheitlich weißen Bevölkerung. Entlang der Hauptstraße findet man trendige Coffee Shops, kleine Boutiquen und all die gängigen Ketten. In den vielen Hochhäusern liegen Ferienwohnungen und Appartements nebeneinander und alle Treffen sich beim Morgensport an der Promenade, entweder joggend und walkend mit Hund, Kind und Kegel oder im wunderschönen Sea Point Pool mit Schwimmhaube und Chlorbrille. (Die Zartbesaiteten bei 22°C Wassertemperatur im Neo, jaja, Training für den Ironman, is klar….)

Mojo Hotel, Cape Town

Wir haben im Hotel/Hostel Mojo in einem günstigen Crash Pad geschlafen. Crash Pad: 12qm inklusive Dusche und Bad für uns beide. Kuschelig, intim, Toilettenschicht. „Karina, gehst du bitte?“. Dafür waren der Ausblick und die Lage super. Von der stylischen Rooftop-Terasse steht man dem Table Mountain direkt Angesicht zu Angesicht entgegen Direkt bei einem Coffeeshop, Supermärkte die Strasse runter und mehrere Bushaltestellen für den Citibus und den normalen Bus. Ein Pool, direkt den Block runter. Sicherlich einer der schönsten der Welt, direkt am eiskalten und rauen Atlantik, leicht gewärmt mit olympischem Becken.

hotel

Tag 1

Noch am Anreise-Tag, wir sind immerhin um 8:00 gelandet (GELANDET) gab es erst mal Smoothies und für die Übersicht eine Tour mit dem City Sightseeing Bus. Die Firma hat mehrere Buslinien, die mit roten London Bussen und Kommentar durch die Stadt düsen. Eine Hop on-Hop of Tour, die all die wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt im 20min Takt abklappert. Für zwei Tage, inklusive Boots Tour und Sonnen-Untergangsfahrt, kostet der ca. 15€.

Eingestiegen sind wir James Street, 5min vom Hotel. Zu Beginn haben wir uns für die rote Tour entschieden. Sie passiert das Sadion, hält an der V&A Waterfront und fährt dann über Downtown zur Long Street. Für uns der erste Ausstieg. Tagsüber kann man auf der Lingstreet bummeln und Essen und nachts wird es zu tanzen, trinken und Essen. Dazu später ein wenig mehr.

Um auch Kapstadts kulturelle Vergangenheit zu erkunden haben wir uns einer Stadtführung für umsonst angeschlossen. Wir haben Märkte gesehen, das Rassenklassifizierungsamt, Regierungsgebäude und die Kirche in der der Anti-Apartheids-Aktivist Tutu gepredigt hat. Wir haben den Platz gesehen an dem Nelson Mandela die Rede zu seiner Freilassung vor 250.000 Menschen gehalten hat. Auch der botanische Garten ist sehenswert. Dort steht ein Baum, der zusammen mit den ersten Holländern ankam, also vor mehr als 300 Jahren.

Tag 1

Kapstadt hat so eine reiche und lange Geschichte mit vielen Machtwechseln hinter sich, das war leider zu viel für die vier Tage. Wenn ihr mal da seid, fangt mit der Walkingtour an und besucht dan für mich all die Museen in die wir es nicht mehr geschafft haben. Die Walking Tour an sich ist übrigens umsonst, nur der Guide bezieht aus dem Trinkgeld sein Einkommen, also seid nett und gebt dem Menschen einen fairen Betrag.

Für uns ging es nach einem leckeren und starken Cold Brew Kaffee im Lions Head Café neben der Touristeninfo weiter mit der gelben Linie. Die fährt das richtige Down Town ab. District 6 ist ein Stadtteil der zu Zeiten der Apardheit wild gemischt alle Menschen beherbergt hat, egal ob braun, weiss, gelb, rosa, grün, alle nebeneinander. Hat der Regierung nicht gefallen, alles wurde abgerissen. Die Uni von Kapstadt liegt mit Blick auf’s Meer an den Hängen des Tafelbergs.

Als der Rundkurs vorbei war sind wir von der Long Street zur V&A Waterfront gelaufen. Angeblich eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten in GANZ AFRIKA! (Eine Waterfront ist ein zur Mall umgebauter Hafen mit Restaurant, daher mein Entsetzen.) Was sind schon die Pyramiden oder die Victoria Falls oder der Kruger National Park wenn man shoppen gehen kann. Jedenfalls haben wir uns dort umgesehen und hatten schlechtes Seafood. Zuerst einen Meeresfrüchte-Eintopf, naja, eher Pudding und dann die Grillplatte für zwei mit überkochten Garnelen, zähen Tintensfisch-Ringen und einem guten Kabljau-Fillet. Dazu gab es einen Beilagensalat. Einen. Für zwei Personen. Die Dips waren auch nicht herausragend. Morgen dann.

Tag 2

Der Tag des Weines. Mit der blauen Tour der CitiLine sind wir die große Runde gefahren. Erster Stop Kistenbosh Botanical Garden mit der gesamten Fynbos-Pracht. Der Eintritt ist überschaubar und der Park ein wenig beeindruckender als der Romberg Park. Er liegt auf der „Rücken“-Seite des Tafelbergs und ist super grün und beherbergt all die indigenen Pflanzen Südafrikas. Wir sind so rumspaziert und wollten unbedingt die Sekeltt-Klippe sehen. Also sind wir losgetapert in unseren Sommeroutfits, bereit für einen kleinen Spaziergang. Eine Stunde später waren wir entäuscht die Klippe nicht gefunden zu haben und sind umgedreht, immerhin wollten wir noch zu den Weingütern! Später stellte sich heraus, dass dieser Weg ein anderer Aufstieg zum Tafelberg war. Mit meinen Birkenstock wäre ich da nicht weit gekommen.

Tag 2

Dann das erste und älteste Weingut Afrikas. Grout Constancia. Neben seiner beeindruckenden Geschichte und einem amüsanten, politisch aktiven Bartender und einem traumhaften Ausblick auf’s Meer und die Weinberge hat es nicht so viel zu bieten. Saurer Chardonnay und unbalancierter Roter. Nicht so unsers. Gereicht hat es trotzdem um uns ein wenig aus den Socken zu hauen. Als wir wieder im Bus saßen waren wir wirklich erleichter, dass der nächste Stop Hout bay war, wo es angeblich das beste Fish’n’Chips der Welt gibt.

Hout Bay ist ein wunderbar weißer Sandstrand der im Sommer sicherlich zum Schimmen und Sonnenbaden einlädt. Von hier starten auch Fahrten zur Seerobben-Insel, aber die war erst später dran. Ansonsten ist die Gegend mit dem kleinen Hafen wenig gemütlich. Immehrin wird iher gearbeitet! Fisch muss an Land gebracht und verarbeitet werden! In unserem leicht angesäuselten Kopf sah alles nicht so schön aus. Aber dieser eine Fischladen hatte es mir schon im vorbeigehen angetan: Fish for Africa. Im schwarzen Design mit Fisch-Manufactur im hinterne Bereich und Grill im vorderen. Und ich muss euch sagen, diesmal hat mich meine Intuituion nicht beschissen, wie am ersten Abend. Der Fisch war cross und nicht trocken, die Pommes mit Salz und Essig nürlich labberig, aber alles in allem war es genau das Richtige für den sich anbahnenden flauen Magen.

Abends hat es dann nur noch für einen kleinen Einkauf und einen Imbiss beim Thailänder gereicht. Einfach Gemüse und Suppe, alles firsch, nicht mehr und nicht weniger.

Tag 3

Was wäre ein Besuch in Kapstadt ohne den Tafelberg? Irgendwie nicht komplett. Doch bevor wir dort waren, wollten wir ein Mitglied von Slowfood bei einem Eat In treffen. Doch ohne Auto und ohne orientierung sind wir nur blind durch BoKap (das Viertel mit den bunten Häusern, kennt ihr sicher von Fotos) und über den Sigal Hill gelaufen ohne sie zu finden. Nach einer Stunde haben wir die Suche aufgegeben und uns an die eigentliche Aufgabe des Tages gemacht: den Gipfel erklimmen.

Eigentich ist es kein krasser Aufstieg wo man unten anfängt. Der Bus bringt einen bereits auf halbe Höhe zur unteren Gondel der Seilbahn. Allerdings ist es eine Herausforderung den Anfang des Aufstiegs zu finden, man muss erst mal 15min die Straße runter laufen. Der Car-Guard wies uns auf einen Kletterer hin, der den Aufstieg in 45min macht…. Wir haben mit verdienten Pausen und Wassereinlagen und viel Schweiß und Fotos 1,5h gebraucht. Doch bei jeder Wanderstrecke gibt es Menshcen, die sie mit ganz viel Spaß und Elan joggen. (JOGGEN!!!) Der Aufstieg an sich ist wirklich steil und erinnert mehr an Treppensteigen; wen ihr also nur halb so lädiert seid wie Frau Buß und ich, dann lauft lieber hoch als runter, eure Knie sagen Danke! (Oder nehmt die Seilbahn in beide Richtungen, aber das ist langweilig) Dafür ist der Ausblick immer fantastisch. Man sieht das Meer, wie überall in diesem Kapstadt und Robben Island, versteckte Wasserreservoirs, halt die ganze Stadt von oben.

Oben angekommen hat man es lange noch nicht geschafft. Der Name Tafelberg kommt daher, dass der Berg oben drauf flach ist, wie eine Tafel eben. Das kommt daher, dass einst ein Eisberg die ganze schöne Spitze abrasiert hat. Also gibt es keine wirkliche Spitze. Mehr ein Plateau das etwas höher gelegen ist. Bis man vom Patteklipp Gorge dort angekommen ist, braucht man aber noch eine Stunde. Der Weg ist flach und oftmals mit einem Holzpfad ausgelegt. Von dort lohnt sich der Ausblick noch mehr. 360° Panorama, auch wenn wir uns nicht sicher sind, was wir gesehen haben. Wahrscheinlich Houte Bay, Cape of Good Hope und eine weitere Landzunge deren Name ich vergessen habe.

Wieder runter ging es mit der Seilbahn, aber nicht ohne unsern wohl verdienten Cappuchino. Die Schlagen an der Seilbahn sind ewig lang und die Tickets nichts gerade günstig (~8€) . Wer auf schöne Ausblicke steht sollte es sich trotzdem gönnen. Die Gondel dreht sich, man muss also keine Angst haben etwas zu verpassen. Ich wünschte der Mensch neben mir hätte das gewusst und nicht so panisch versucht jede Sekunde der Fahrt den Meerblick festzuhalten. Da „Don’t worry, be happy“ lief und der Mensch sicher sein ganzes Leben für diese Reise gespart hat, konnte ich nicht böse sein. Eine Gruppe Frauen hat spontan auch laut mitgesungen und geklatscht, als wir raus kamen war alles fein, die Laune gut und wir stolz auf uns.

Zur Feier des Tages wollten wir endlich dieses fancy Restaurant auf der Long Street ausprobieren, welches schon am ersten Tag rausstach: Tiger’s Milk. Dafür mussten wir aber erst duschen, dann haben wir den letzten Bus verpasst und die hinfahrt dauerte 100Jahre und als wir angekomme nwaren, waren wir halb verhungert.

Tag 3

Doch die Reise hat sich gelohnt! Der Laden ist ein ziemlicher Hipster-Schuppen mit Craft-Beer, auch aus eigener Brauerei, trendy Personal und industrial shick. Das Essen hat genau gepasst. Ein wenig verrückt und ausgefallen, sehr auf’s Handwerk bedacht und ohne Angst vor ausgefallenen Kombinationen. Zu Beginn haben wir Pommes geteilt. Hauptkriterium hier für gute Pommes: cross. Im Allgemeinen sind sie hier eher laff und wenig spannend. Diese Pommes waren mit großer Sicherheit vor nicht allzu langer Zeit Kartoffeln. Und sie waren schön dünn und knusprig mit einem weichen Zentrum. Doch neben dieser Perfektion in Stäbchenform gab es dazu Parmesan oben auf die Pommes und Trüffel-Mayo daneben. Wenn ich jetzt über diese Pommes schreibe tropft der Sabber auf die Tastatur. Zum Reinlegen!

Konnte der Hauptgang das Niveau halten? Voll und ganz und dabei war es Pizza. Hauchdünner, auf Stein gebackener Boden, einmal mit geschmortem Lamm, Hummus und Feta und die andere im asiatischen Stil mit süß, sauren Aromen, Sojasauce, Fischsauce und pulled Pork. Nicht zu viel Belag, genau richtig, die Aromen aufeinander abgestimmt, das Fleisch unheimlich zart. (Karina war eher für Lamm und ich für das Schwein). Dazu gab es einen sanften Roten Blend mit dem Namen Old Man’s Blend, (die die mich kennen wissen, dass ich eigentlich ein alter grumpliger Mann bin, also genau mein Wein), und für Karina gab es süffigen Weissen.

Der Nachtisch, hach… Bread and Butter Pudding mit Salzkaramellsauce und Vanille-Schaum, sicherlich die beste Art des Recyclings für altes Brot. Ein grandioser Abschluss für das beste Essen des Urlaubs. Weil wir schon mal da waren, sind wir auch nch die Long Street bei Nacht runter gelaufen. Da war was los. Eine Bar neben der anderen, Clubs, junge Menschen, laute Musik. Aber wir alten Ladys waren vom Aufstieg u erschöpft um noch tanzen zu gehen außerdem ging es am nächsten Tag doch zum echten Kap!

Tag 4

Früh aufstehen im Urlaub ist uncool. Wenn dann der Bus für den Tagesausflug auch noch Versätung hat und man eine Studne länger hätte schlafen können, wird es ungemütlich und ich knatschig. Der Trip, den wir gebucht haben, geht zur Hout Bay (wo wir den Fisch hatten), nach Simons Town zu den Pinguinen und zum Kap der guten Hoffnung wo eine kleine Radtour wartet.

In Hout Bay waren wir ja schon, diesmal haben wir aber das Boot zur Seerobben-Insel genommen. Bei ziemlich rauer See und auf einem vollen Boot war das weniger gemütlich und erinnerte mehr an eine Achterbahnfahrt. Dazu kommt, dass Robben miefen und diese Touristentouren mit Booten anstrengend sind, denn jeder will das beste Foto. Nicht den besten Ausblick, Fotos sind was zählt. Also bleiben sie nicht sitzen sindern riskieren Knochenbrüche und stehen mir im Ausblick. Ganoven! Trotz dieser anhaltenden Grumpeligkeit meinerseits, die sicher auf den schlechten Start zurückzuführen ist, waren die Robben niedlich, wie sie faul auf ihrem Stein lagen und nicht im mindesten von den Wellen beeindruckt waren.

Nächster Stop die Pinguine, arme, kleine, missverstandene Jackass (Idioten) Pinguine. Sie sehen eher sehr beschäftigt aus, wie sie hin und her watscheln und wieder ins Meer und zurück und wartend in den Nestern. Eine Stunde die Tierchen ansehen war genug und richtig viel zu erzählen gibt es dazu nicht, vielleicht nur, dass es irgendwie seltsam aussieht, dass sie am Strand stehen und im Grünen nisten und nicht auf kargen, steinigen Flächen.

Die Fahrerei empfand ich als ein wenig anstrengend. Der Fahrer war spitze, hier und da ein doofer Spruch, alles cool. Der Guide war allerdings eine Herausforderung an meine Nerven. Unvorbereitet, arrogant und mit schlechtem Englisch. Wir haben Geld für eine geleitete Tour bezahlt, auch um Informationen zu erhalten und nicht um uns von einem 40 jährigen Lebensweisheiten mitgeben zu lassen. Ich will was über das Floral Kingdom Fynbos lernen und keine philosophischen Gedanken zur Zukunft der Multikulit Gsellschaft. Und selsbt wenn, wäre es einfacher gewesen, wenn diese Gedanken in gutem Englisch formuliert gewesen wären und ich mich nicht unheimlich hätte konzentreieren müssen um ihn zu verstehen. Dann war er auch noch überzeugt, dass seine Version von „Hero“ besser wäre als das Orignial und hätte schon zu mindestens drei Hochzeiten geführt. Nein. Einfach nein!

Die Radtour am Kap war nett, ein wenig kurz, wenig fordernd, von der Beschreibung „Downhill“ hatte ich mehr Aktion erwartet. Irgendwas mit durch den Wald einen Berg runter, schnell und ein wenig gefährlich. Aber so war auch nett, 5km die Straße erst hochfahren und dann runter rollen, alle in einer langen Reihe. Das Mittagessen war ähnlich unspektakulär: Sandwiches und Bonbons.

Das Kap der Guten Hoffnung ist nicht der südlichste, sodern der südwestlichste Punkt Afrikas. Trotdem ist es sehr beeindrucken, die hohen Wellen des Atlantiks haben die Steine ganz schön zerklüftet und das Meer ist wirklich rau dort. Über allem thront ein Leuchtturm.

Der Weg zum Leuchtturm hinauf ist ein wenig Steil, aber der Ausblick von oben runter auf die Klippen ist beeindurckend. Dazu die Vorstellung, dass das nächste, erreichbare Land von dort aus ewig weit weg und vermutlich voll mit Eis und Schnee ist, macht es noch imposanter. Weniger imposant aber furchtbar niedliche sind die Dassies. Kleine Nagetiere die hier überall leben, ein bisschen wie Murmeltirere nur zutraulicher und kleiner. Ich hab noch nie ein echtes Murmeltier gesehen, aber so stelle ich sie mir vor. Süß, klein und flauschig hocken sie auf den Steinen und mümmeln das trockene Gras. Der Ausblick ist wundervoll, überall ist dieses endlose Meer und die rauen Steine. Leider war keine Zeit dort zu wandern, das hätte Spaß gemacht.

Das war auch das Ende der Tour, alle wieder in den Bus und zurück in die große Stadt. Rückblickend wären wir lieber mit unserem eigenen Auto runter gefahren und hätten nach unserer eigenen Planung alles abgeklappert. Die Extras der Tour wie Essen und die Radtour waren eher entäuschend und ein wenig mehr Bewegung statt nur dem sitzen im Bus hätte uns Spaß gemacht. Gekostet hat der Ausflug ungefähr 50€ inklusive aller Eintritte außer der Bootsfahrt. Günstiger wäre es alleine nicht gewesen, nur entspannter.

Zum Abendessen gab es Sushi und chinesische Buns in einem leicht schranzigen kleinen Laden, doch da er immer voll war in den vorherigen Tagen, musste da was dran sein. Einheimische können sich doch nicht so irren, oder? Und ja, es war fantastisch. Es gab Seegras (Kelp) Salat, Sushi und die gefüllten Buns, wir waren im Futterhimmel. Mal wieder.

Am nächsten Tag haben wir Kapstadt dann Richtung Stellenbosh mit seinen Weinbergen verlassen.

What’s left to say?

Kapstadt ist wirklich spannend, es hat alles zu bieten, was eine spannende Stadt für mich ausmacht. Es ist reich an Geschichte und Sehenswürdigkeiten, die Geschäfte sind nicht alle aus der Retorte, die Cafes in denen wir waren hatten alle leckere Cappuchinos und Flat Whites, die Menschen waren freundlich und trotz all der Touristen, die wir ja nun mal auch sind, hat sie trotzdem ihren eigenen Charme, ob es dieses wunderschöne Schwimmbad dirket am Meer ist, die Promenade auf der alle morgens sportlich aktiv sind oder die verrückte Long Street. Und dann hat Kapstadt den wunderbaren Vorteil von so viel Natur drum herum. Kirstenbosh Garden, weiße Sandstrände und blaues Meer. Über allem der Tafelberg und Signalhill deren Erkundung aus einem City Trip einen Sporturlaub machen – Cape Town, we will meet again!