Cupcakes mit Beeren und weißem Schokoladenmousse

Sie sind überall im Moment: Cupcakes! Wunderhübsch und cremig lecker locken sie einen überall, im Internet, in Zeitschriften und in Fernsehsendungen über zwei mittellose Mädchen, die ihren eigenen Laden eröffnen wollen. Im Ernst: säuerliche Beeren in einem fluffigen Muffin vereinen sich mit samtig, weichem, vanillig-weißem Schokoladenmousse? Man kann ihnen nicht entkommen!

Dieses Rezept klingt zwar aufwendig, aber wenn man es richtig angeht, dauert es nicht mehr als 90 Minuten. Also traut euch! 90 Minuten Ruhe und Entspannung in der Küche nach einer harten Woche, vielleicht mit einem guten Hörbuch? So darf für mich jede Woche aufhören!

Zutaten für ca. 35 Cupcakes

Muffins:

  • 300g Butter
  • 200g Zucker
  • eine Prise Salz
  • 5 Eier
  • 400g Mehl
  • 3 Teelöffel Backpulver
  • 125ml Kirschsaft oder Milch, was gerade zur Hand ist
  • Beeren, gerne auch tiefgekühlt oder aus dem Glas, die Menge könnt ihr selbst bestimmen

weißes Schokoladenfrosting (eigentlich ist dies ein Mousse-Rezept, es funktioniert und schmeckt auch ohne Muffins, als Dessert, super):

  • 2 Eigelb
  • 1 Ei
  • 15g Zucker
  • 1 kleine Prise Salz
  • 150g weiße Kuvertüre
  • evtl. ein Schuss Likör oder Weinbrand, wenn so etwas da ist
  • 200g Sahne

Ich fange immer mit den Muffins an, so kann ich die Backzeit nutzen, um das Frosting herzustellen und bei 35 Muffins brauche ich mindestens zwei Backdurchgänge, so schaffe ich es meist sogar noch die Küche zu putzen.

(1) Butter und Zucker mit einer Prise Salz cremig schlagen und nicht vergessen auch mal den Rand der Schüssel freizukratzen. Dann ein Ei nach dem anderen hinzugeben und zwischendurch immer gut verrühren.

(2) Jetzt Mehl und Backpulver in einer anderen Schüssel abwiegen, vermischen und Löffel für Löffel unter die Buttermasse geben. Durch das viele Schlagen wird der Teig luftiger und ich habe das Gefühl, dass so auch die Muffins fluffiger werden.

(3) Nach der Hälfte des Mehls kann auch die Flüssigkeit hinzugegeben werden. Ich hatte noch Kirschsaft hier, klassisch nehme ich immer Milch, aber hier habt ihr freie Hand. Leider hatte der Kirschsaft nicht so große Auswirkungen auf die Farbe und den Geschmack, wie ich es mir erhofft hatte, aber so werde ich wenigstens Reste los. Noch den Rest des Mehls hinzugeben und alles ordentlich aufschlagen.

(4) Jetzt müssen nur noch die Beeren ihren Weg in den Teig finden. Sollten in eurer Mischung Erdbeeren sein, macht sie lieber klein. Ich hatte große, gefrorene Erdbeeren in manchen meiner Muffins und hoffte auf einen schönen Füllungseffekt, aber schlussendlich hatten sie nach dem Backen einfach ein riesen Loch in der Mitte, weil leider alle Flüssigkeit aus den Beeren verdampft war. Also große Beeren klein schneiden und dann am Besten mit einer Gummispachtel vorsichtig unter den Teig heben, ansonsten wäre das ganze Aufschlagen vergebene Liebesmühe.

(5) Am Besten hebt man Dinge, wie zum Beispiel auch die Sahne beim Frosting, unter, indem man einen Teil der Masse, also in diesem Fall der Beeren, oben auf den Teig streut und dann mit dem Teigschaber am Rand der Schüssel in den Teig eintaucht und vom Boden Teig hochholt, um ihn auf die Beeren zu geben. Man macht große Kreise mit dem Teigschaber und man wiederholt dies sooft bis alle Beeren gut verteilt sind.

(6) Jetzt kann der Ofen auf 175°C, Ober- und Unterhitze eingestellt werden. Das Muffinblech entweder fetten oder mit Förmchen auslegen und dann zu drei Vierteln mit Teig befüllen. Im Ofen brauchen sie dann ungefähr 25 min, bis sie goldbraun sind, aber macht lieber noch mal den Stäbchen-Test, denn die Menge der Beeren und ob sie gefroren waren können die Backzeit beeinflussen.

Jetzt wenden wir uns dem Mousse zu. Es geht eigentlich relativ einfach, beinhaltet jedoch rohe Eier, also muss es am Besten am Herstellungstag verspeist werden.

(7) Für die Mousse müssen Eier, Eigelbe und Zucker mit einer Prise Salz aufgeschlagen werden, bis die Masse hellbeige, richtig dick und cremig ist. Das Volumen wird sich ungefähr verdoppeln, also nehmt direkt eine passende Schüssel.

(8) Nebenbei muss auch die Kuvertüre geschmolzen werden, entweder in der Mikrowelle oder über einem Wasserbad. Und immer aufpassen: in Schokolade oder Kuvertüre darf einfach kein Wasser, dann wird sie körnig und taugt nur noch für den Mülleimer.

(9) Wenn die Eier richtig schaumig sind, kann noch ein Schluck Alkohol hinzu, muss aber nicht. Kirschwasser passt natürlich gut zu den Muffins.

(10) Anschließend die Kuvertüre hinzugeben und alles solange rühren, bis alles eine Masse ist. Dies sollte relativ schnell der Fall sein.
Jetzt noch die Sahne aufschlagen und unterheben. Bei Sahne und Eischnee gilt, ein Drittel  dient zum lockern der Masse und wird eingerührt, am besten mit einem Schneebesen. Die Konsistenz wird weicher und es ist einfacher die letzten zwei Drittel unterzuheben, wie bei den Beeren im Teig, mit einem Gummiespachtel und großen kreisförmigen Bewegungen von oben nach unten.

(11) Jetzt müssen die beiden Komponenten noch zusammenfinden: sobald die Muffins ausgekühlt sind kann die Creme aufgespritzt werden. Ich habe dies mit einem Spritzbeutel und einer Sternchentülle gemacht, aber das könnt ihr halten wie die Dachdecker. Alle anderen Tüllen verteilen die Creme genauso gut, sehen eben nur anders aus. Für meine „Schnecken“ oder „Türmchen“ fange ich immer mit einem großen Kreis an und werde dann immer kleiner, aber mit der Zeit kommt die Übung und bald will ich auch mal andere Muster ausprobieren.

Wenn man sich nicht von dem langen Artikel und den vielen Zutaten abschrecken lässt ist dies eigentlich ein einfaches Rezept, das wirklich gut aussieht und auch vergleichsweise zügig fertig ist. Ich habe ungefähr 90 Minuten inklusive Aufräumen gebraucht. Faulheit zählt hier also nicht als Ausrede!

Habt ihr gute Frostingrezepte? Oder Kombinationen, die ihr unbedingt mal ausprobieren wollt, aber aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen immer noch nicht fertig gemacht hab? Warum habe ich eigentlich keine Mandelblättchen zur Deko benutzt? Nunja, nächstes Mal…