Key-Lime-Pie

Was macht man aus alten Plätzchen und Zitronen? Key-Lime-Pie, eine amerikanische Spezialität, ähnlich einer Tarte mit Baiserhaube. Herrlich erfrischend durch Zitruscreme, einfach durch den Kekskrümmelboden und raffiniert durch die Merengue-Decke.

Ich backe viel, jede Woche mindestens zwei mal für diesen Blog, dann kommen noch Geburtstage und Feiertage hinzu. Langsam aber sicher weigert sich meine Familie weiter als Versuchskaninchen herzuhalten, zu viel Zucker in den letzten Wochen. Also habe ich zugeschlagen, als ich eine kleine Springform von Kaiser inklusive Backbuch von GU gefunden habe. Kleiner Portionen, jetzt muss niemand mehr leiden.

Zutaten für eine Springform (Ø20cm)

Teig:

  • 100g Vollkornbutterkekse
  • 60g Butter
  • 1 Esslöffel Zucker
  • weg mag, würzt mit einer Prise Zimt

Füllung:

  • 2 Bio-Limetten oder Zitronen, Limetten haben die fruchtigerere Säure, aber Zitronen sind auch ok
  • 150g Sauerrahm
  • 2 Eier
  • 60g Puerzucker
  • 1 Esslöffel Speisestärke
  • 50g Zucker
  • etwas Salz

(1) Für den Teig die Kekse fein zerbröseln. Ich habe sie gröber gelassen, aber dadurch sind die großen Stücke hochgetrieben und es ergab keinen flachen, knusprigen Boden. Die Butter schmelzen und zusammen mit dem Zucker zu den Krümmeln geben, alles verrühren und in die Form drücken. Richtig drücken, denn sonst läuft die Füllung durch die Löcher im Boden.

(2) Die Limetten oder Zitronen waschen und die Schale abreiben und den Saft auspressen. Die komplette Schale und den Saft zu dem Sauerrahm, dem Puderzucker und der Speisestärke geben. Im Rezept steht, man soll nur fünf Löffel des Safts verwenden, aber wer es zitroniger mag, kann ruhig alles verwenden, so muss man auch nichts wegwerfen und behält keine Reste.

(3) Noch schnell die Eier trennen, die Eiweiße kaltstellen und die Eigelbe zu der Sauerrahmmasse geben. Diese gut durchrühren und auf dem Knusperboden verteilen, nicht alles auf einmal eingießen, denn so kann es passieren, dass Teile des Bodens weggeschwemmt werden.

(4) Bei 140°C für ungefähr 30-35min backen, so lange, bis die Creme gestockt ist.

(5) Fünf Minuten vor Ende der Backzeit kann schon mal das Eiweiß mit den restlichen 50g Zucker und einer Prise Salz steif geschlagen werden. Den Zucker nicht sofort komplett hinzugeben, sondern während des Schlagens langsam einrieseln lassen. Wenn es richtig dick und cremig ist und der Kuchen fest ist, kann das Eiweiß darauf gestrichen werden.

(6) Bei gleicher Temperatur für ungefähr 15 bis 20min weiterbacken, bis die Merengueschicht glodbraun ist.
Dann den Kuchen einen Moment auskühlen lassen, bis sich der Rand von der Form löst. So bleibt nichts hängen, also geduldet euch fünf Minuten.

Das nenne ich mal eine schnelle Torte. Wie schont ihr eure geschundenen Familien? Kleinere Formen oder noch bessere Torten?