Tarte Tatin

Dieser Klassiker der französischen Küche besticht durch frisches Obst und goldigen Karamell. Und er ist gar nicht so kompliziert.

Rezepte für Tarte Tatin gibt es wie Sand am Meer oder Zucker in meiner Küche. Kein Wunder bei einem Rezept, dass es schon circa 200 Jahre gibt. Manche karamelisieren während des Backens, andere davor, es gibt sie mit Mürbeteig oder mit Blätterteig. Nur das Prinzip ist immer das Gleiche: Zucker und Butter unten in die Form, Obst darauf verteilen und eine Blätterteighaube zum Schluß, nach ganz oben. Also praktisch Tarte verkehrt herum. Klassisch wird sie mit Äpfeln gemacht, funktioniert aber auch mit anderem Obst.

Wenn mal Besuch kommt, ist dies am Besten vorzubereiten: Karamell in die Form gießen, Obst im Fächer darauf verteilen, beiseite stellen, den Rest des Menüs kochen und vor dem Backen Blätterteighaube obenauflegen.
Oder einfach zwischendurch, weil es so lecker ist.

Rezept für 3 Tartes

  • 80g Zucker
  • 20g Butter
  • 3Feigen
  • 1 halber Apfel
  • Blätterteig für die Förmchen (zwei Tiefkühlplatten oder ein Drittel einer Rolle)
  • eventuell etwas Balsamico

(1) Den Zucker zu goldgelbem Karamell kochen. Am besten geht dies, wenn man einen Tropfen Wasser zum Zucker gibt, dann verkocht erst das Wasser und der Zucker wird gleichmäßig braun, ohne Klumpen. Aber wie immer ist bei heißem Zucker Vorsicht geboten!

(2) Wenn der Karamell eine schöne Farbe hat, die Butter hinzugeben und alles verrühren. Jetzt in die Förmchen gießen. Es muss nicht gut verteilt sein, denn sobald alles gebacken wird, verteilt es sich eh

(3) Das Obst in Spalten schneiden und auf dem Karamell verteilen. Dann die Blätterteighaube oben auflegen und ein wenig andrücken.

(4) Dann bei 180°C für 20min in den Ofen.

(5) Ist der Teig goldbraun? Dann kommt jetzt der kritische Teil: Mit einem Pfannenwender unter die Form und mit eine wenig Schwung umdrehen, damit nichts an den Seiten rausrutscht. Die Form abheben und hoffen, dass nichts daran kleben bleibt, wenn doch, einfach an die entsprechende Stelle legen.

Noch warm aufessen, sonst wird der Boden matschig. Vielleicht noch etwas Sahne dazu reichen. Oder Zwetschgen benutzen und warme Vanillesauce darüberlaufen lassen. Wer zu den Feigen eine ausgefallene Variante sucht, sollte etwas Balsamico auf den Karamell geben vor dem Backen, das harmoniert wunderbar.

Habt ihr irgendwelche Favoriten aus der französischen Küche? Welche gut vorzubereitenden Desserts setzt ihr euren Gästen vor?