Herbstliches Vollkornbrot

Brot selber backen ist toll und einfach zugleich. Wenn es ganz frisch aus dem Ofen kommt und lauwarm mit Butter gereicht wird, brauche ich nichts mehr, um glücklich zu sein. Leider sind die meisten Rezepte auf Dauer langweilig. Versuchen wir es doch mal mit neuen Zutaten! Nüsse und Möhren passen zur winterlichen Jahreszeit.

Eigentlich kenne ich Möhren hauptsächlich als rohe Beilage oder als Zutat in süßem Gebäck. Es spricht jedoch nichts dagegen, sie in einen Vollkornteig einzuarbeiten. Hinreißend zu den Möhren passt der Geschmack von Fenchel und um dem Brot einen gewissen Biss zu verleihen, streue ich noch Sonnenblumenkerne hinein. Um den süßlichen Möhren etwas entgegenzusetzen gibt es noch Haselnüsse, aber auch Wahlnüsse sind eine gute Wahl.

Auch bei diesem Rezept kann man Zutaten durch andere ersetzen, seine Lieblingsgewürze ergänzen oder welche weglassen.

Zutaten für zwei kleine Brote

  • 300g Vollkornmehl
  • 200g Weizenmehl
  • einen 42g Würfel Hefe
  • ca. 200ml lauwarmes Wasser
  • etwas Zucker und Salz
  • 200g Möhren
  • 2 Teelöffel Fenchelsaat
  • eine handvoll Nüsse
  • 3 Teelöffel Sonnenblumenkerne

Weil Brotteig aus reinem Vollkornmehl nur sehr langsam geht, habe ich mit einem Vorteig aus Weizenmehl gearbeitet, damit geht der Teig wesentlich besser auf. Es ist nicht schwerer oder mehr Arbeit, es dauert nur zehn Minuten länger.

(1) Das Vollkornmehl zu unterst in eine Schüssel geben und das Weizenmehl darüber verteilen. Das Weizenmehl dient als „Unterlage“ für den Vorteig. Es sollte möglichst wenig Vollkornmehl durchkommen, wenn eine Kuhle in das Weizenmehl gedrückt wird. Dort die Hefe hinein bröseln, einen halben Teelöffel Zucker dazugeben und mit einem Teil des Wassers begießen, abdecken und zehn Minuten stehen lassen.

Die Hefe fängt nun an den Zucker und die Kohlehydrate des Mehls zu verdauen. So entstehen die Bläschen im Teig.

In der Zwischenzeit kann ein wenig Weihnachtseinkauf betrieben werden. Mal bei Dawanda gucken, ob es etwas Hübsches für die Lieben gibt. Wer lieber etwas fürs Brot machen möchte, sollte die Möhren fein raspeln und den Fenchel mörsern, das bleibt einem nämlich nicht erspart.

(2) Wenn aus den zehn Minuten 20 geworden sind, hat die Hefe genug Vorarbeit geleistet und man kann sicher wieder mit dem Brot beschäftigen. Den fein gestoßenen Fenchel mit einen Teelöffel Salz zu dem Teig geben und mit dem Rest Wasser zu einem homogenen Teig verkneten. Beim Kneten noch die Möhrenraspeln, Haselnüsse und Sonnenblumenkerne hinzugeben und weiter verkneten, bis ein elastischer, nicht klebender Teig entsteht. Wer mag, kann noch ein wenig geriebene Muskatnuss beigeben.

(3) Ist man mit dem Ergebnis zufrieden, kann der rohe Teig halbiert und zu zwei kleinen Broten geformt werden. Beide Teile auf ein Backblech legen und für mindestens eine Stunde gehen lassen. Soll es schnell gehen eignet sich ein warmer Ort, hat man mehr Zeit, kommt der Teig am besten über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Tag ist der Teig durch die Arbeit der Hefe noch feinporiger und irgendwie schöner.

(4) Ist der Teig endlich backfertig, werden die Brote oben mehrfach quer eingeritzt und bei 170°C auf mittlerer Stufe ca. 40 Minuten lang gebacken.

Noch einen Tipp für eine Brotkruste wie vom Bäcker: In den ersten 20 Minuten einen kleinen Topf mit Wasser auf ein Rost unter das Backblech stellen. Der Wasserdampf verhindert, dass die Oberfläche zu schnell austrocknet und der Teig elastisch bleibt. Das Ergebnis lässt sich wirklich sehen!

Aufstrich gibt es diesmal keinen, ihr müsst selber kreativ werden. Bitte berichtet mir davon, in der Zwischenzeit esse ich es weiterhin mit Butter, Blauschimmel oder Karottenmarmelade, von der noch etwas übrig ist.