Salziges Schokoladen-Konfekt

Knuspriger Haferflocken-Keksboden, Salzstangen, Zartbitterschokolade und salziges Karamell? Klingt verrückt? Die Chilli-Schokolade haben auch alle gegessen! Ich mag die Kombination von süß und salzig – gerade, wenn es in kleinem, feinen Konfekt ist. Kurz vor Weihnachten auch ein spannendes last-Minute-Geschenk.

Ich liebe Pralinen, Petit fours, kleine Kekse, einfach alles, was mit einem Bissen gegessen werden kann. So kann man doch mehr davon essen.
All dies herzustellen ist eigentlich nicht schwer, nur sehr zeitaufwendig. Diese Variante kleinen Gebäcks ist lecker, aufregend und es geht vergleichsweise zügig. So bleibt noch genug Zeit, um andere Rezepte und Geschenke zu basteln.

Zutaten für eine 10x10cm große Form

Boden:

  • 8 Butterkekse, gern auch Vollkorn
  • 2 Esslöffel Haferflocken
  • 3 Esslöffel geschmolzene Butter
  • 3 Esslöffel Zucker
  • etwas Zimt

„Ganache“:

  • 200g Zartbitterkuvertüre
  • 80ml Milch
  • 100g Salzstangen oder sowas

Karamell:

  • 100g Zucker
  • 1 Esslöffel Butter
  • 3 Esslöffel Sahne
  • eine große Prise grobes Salz und etwas zum Bestreuen

 

(1) Für den Boden die Kekse zerbröseln, das geht am Besten in der Küchenmaschine oder mit einem Kartoffelstampfer. Anschließend mit den anderen trockenen Zutaten vermischen.

(2) Die Butter schmelzen und alles gut verrühren. In einer Springform, einem Backrahmen oder Silikonförmchen ca. 5mm dick ausstreichen. Die Butter dient als Kleber und hält nachher alles zusammen, ohne dass es gebacken werden muss.

(3) Für den eigentlichen Hauptdarsteller, die zauberhafte Schokoladen-Laugen-Crème und die Schokolade schmelzen und mit der Milch vermischen. Einen Moment abkühlen lassen und unter die Hälfte der Schokolade das kleingebrochene Knabberzeug geben.

(4) Nun den Teil mit dem Gebäck auf den Boden geben und so gleichmäßig, wie es geht, bei all den Stücken, verteilen. Auf diese Schicht kommt der Rest der Schokolade, so werden die Salzstangenstücke versteckt und die Oberfläche wird glatt.

(5) Acht Stunden kaltstellen. Wer, wie ich, keinen riesigen Kühlschrank besitzt, verpackt alles ordentlich und stellt es auf den Balkon, die Terrasse oder in den Keller. Wenn es bei euch genau so eisig ist wie hier, ist es draußen kälter als im Kühlschrank.

(6) Sobald alles fest geworden und von der Form befreit ist, den Block mit einem Messer in gleichmäßige Würfel schneiden. Am Besten hierfür ein Messer in heißes Wasser halten, an einem Küchentuch abstreichen und dann mit dem heißen Messer ans Werk gehen. Nach jedem Schnitt wiederholen.

(7) Zum Schluss noch die geschmackvolle Dekoration: salziger Karamell. Den Zucker in einen Topf geben und mit einem kleinen Schluck Wasser karamellisieren. Das Wasser löst zuerst den Zucker, dann beginnt es zu kochen und verdunstet gleichmäßig. Solange niemand am Topf rüttelt oder darin rührt, kocht der Karamell ohne zu klumpen. Wenn der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist, schnell Butter, Sahne und Salz hinzugeben und verrühren. Kurz abkühlen lassen und nun über die Schokowürfel verteilen. Wer mag, kann noch etwas Salz oben drauf streuen.

Puh, das klingt nach viel, aber es ist mehr zu lesen, als zu arbeiten. Als „Streusalz“ zur Verzierung hätte ich gern „Maldon Sea Salt“ gehabt. Das sind große viereckige Salzkristalle, die sehr knusprig sind und sich nicht so schnell auflösen. Übrigens auch ein tolles Geschenk für Köche!