Eintopf aus Sojaschnetzeln und Wurzelgemüse

Im Winter ist nicht viel mit frischem Gemüse. Wenn man nicht gerade Dinge vom anderen Ende der Welt oder aus energiefressenden Gewächshäusern essen möchte, kommt man an Wurzelgemüse nicht vorbei. Die Auswahl ist riesig: Steckrübe, Sellerie, Schwarzwurzeln und jede Menge Kartoffeln. Außerdem möchte ich mich zum neuen Jahr einer alten Angst stellen: Sojaschnetzel!

Ich stehe auf Kriegsfuß mit Sojaschnetzeln. Seitdem ich vegetarisch lebe, schienen sie eine preiswerte und vor allem individuellere Alternative zu den ganzen fertig gewürzten und marinierten Sojaerzeugnissen. Aber wir sind nie warm geworden. Es endete immer mit gummiartigem, quietschendem Zeug in wässriger Sauce. Aber heute ist unser Tag! Es wird super!

Rezept für ca. vier Personen

  • 150g Sojaschnetzel
  • ca. 1l Sud, um die Sojaschnetzel zu bedecken, ich habe Gemüsebrühe benutzt
  • Öl zum braten
  • eine große rote Zwiebel
  • 1/2 Sellerie
  • 1 Steckrübe
  • 500g Möhren
  • 1El Tomatenmark
  • Weißwein oder heller Essig
  • 1-2l Gemüsebrühe
  • Lorbeerblätter
  • Wacholder


Wie immer, ist es schwer, mit genauen Mengenangaben zu arbeiten, aber nur Mut, es wird schon!

(1) Die Sojaschnetzel mit kochendem Sud begießen und mindestens zehn Minuten ziehen lassen. Sie sollten gut vollgesogen sein, zwischendurch also immer mal umrühren. Wer keine Gemüsebrühe benutzen will, die kann entweder bei Vegan Wonderland gekauft werden oder man überwürzt Wasser nach Geschmack.

(2) Während die Schnetzel ziehen, das ganze Gemüse in gleichmäßige Würfel schneiden, so ca. 2x2cm, nur die Zwiebel sollte kleiner sein.


(3) Die durchgezogenen Schnetzel jetzt in einem großen Topf goldbraun anbraten, am Besten in mehreren kleinen Portionen, dass wirklich nur der Boden bedeckt ist, alles, was „gestapelt“ in der Pfanne liegt dünstet nur und wird nicht braun.

(4) Jetzt kommt das Gemüse in den Topf, alles auf einmal.
Tomatenmark hinzu und einen Moment mit anschwenken, so verschwinden die Bitterstoffe.

(5) Mit einem, der Portion angemessenen, Schluck Weißwein ablöschen, essen Kinder mit, empfehle ich einen kleineren Schluck Essig.

(6) Jetzt mit so viel Gemüsebrühe auffüllen, bis alles bedeckt ist, man kann auch gut den Einweich-Fond wiederverwerten, Lorbeer und Wacholder hinzugeben und so lange kochen lassen, bis alles gar ist, ungefähr 10min. Noch schnell abschmecken und schon kann’s ans Essen gehen.

Schwer ist es nicht und so schmecken diese Schnetzel auch endlich, schön weichgekocht mit leckerem Gemüse, es macht satt und ist gesund. Wem die Beilage fehlt, der schneidet einfach noch Kartoffeln hinzu oder schmeißt Nudeln hinein, was euch einfällt, tobt euch aus. Und ich freue mich, einen Gegner weniger in der Küche zu haben. An was wagt ihr euch frohen Mutes im neuen Jahr? Rosenkohl oder vielleicht Naturtofu?