Gugelhupf – Kuchen aus Hefeteig

Nach all den modernen Rezepten und amerikanischen Ideen versuche ich mich heute an einem deutschen Klassiker: Gugelhupf, so locker und fluffig, wie nur Omas und Mamas ihn backen. Und ich habe das Geheimnis feinporiger Teige herausgefunden: Geduld!

Das neue Jahr ist fast schon wieder einen Monat alt und hier passiert immer noch nichts. Also heißt es für mich ran an den Ofen und alles austesten, was es so gibt!

 Rezept für eine große Ringform

  • 100g Rosinen
  • Rum um die Rosinen zu bedecken
  • 125ml Milch
  • 42g / ein Block Hefe
  • 125g Zucker
  • 500g Mehl
  • 1 Zitrone
  • 1 Orange
  • vielleicht eine Prise Zimt
  • 125g weiche Butter
  • 3 Eier

(1) Zu Beginn das wichtigste: Rumrosinen! Hierfür Rosinen mit Rum bedecken und für 1-2 Tage stehen lassen. Ich habe auf Vorrat immer eine Schüssel voll im Kühlschrank, zusammen mit ein paar Nelken und einer Prise Zimt, man weiß ja nie.

(2) Für den Vorteig fünf Esslöffel lauwarme Milch mit einem Esslöffel Zucker und der gesamten Hefe verrühren. 15min stehen lassen.

(3) In der Zwischenzeit die anderen Zutaten abwiegen. Mehl, Zimt, Abrieb von Orange und Zitrone in eine Schüssel, Zucker in eine andere und die Butter in eine dritte.

(4) Den Vorteig mit den Eiern und dem Zucker zusammen aufschlagen. Anschließend die Butter hinzugeben.

(5) Jetzt Löffel für Löffel die Mehl-Mischung abwechselnd mit der Milch einrühren. Wer noch den Schneebesen-Aufsatz benutzt, sollte jetzt entweder auf Knethaken oder die eigenen zwei Hände umsteigen. Dieser Hefeteig ist klebrig, also gebt nicht mehr Mehl hinzu, er ist einfach so.

(6) Den Teig nun abdecken und kaltstellen, für mindestens einen Tag.

(7) Ist der Tag endlich vorbei? Dann kommen jetzt die Rum-Rosinen ins Spiel! Sie werden in den Teig eingeknetet. Der fertige Teig wandert dann in eine gefettete Form und darf nochmal 15min gehen. Ich stelle ihn einfach in den Ofen, wenn ich ihn gerade angemacht habe, so nutze ich die komplette Wärme aus.

(8) Bei 180°C für eine Stunde auf unterster Schiene backen lassen. Einen Moment auskühlen lassen, bevor er gestürzt wird, sonst bricht er.

(9) Wer mag verziert ihn noch mit Puderzucker und endlich kann gegessen werden!

Gerade nach der Völlerei der Feiertage freue ich mich über weniger süßes und vor allem schokoladenfreies Gebäck. Außerdem ist der Duft eines Gugelhupfes im Ofen einfach unbeschreiblich und erinnert irgendwie an Oma oder Mama, auf jeden Fall an Zuhause. Und wie immer sind Zeit und Geduld der entscheidende Faktor für ein ideales Ergebnis, oder meint ihr, es geht auch schneller?