Erbsentörtchen mit Wasabi-Sahne

Es gab schon lange kein herzhaftes Rezpet mehr, also habe ich mich mal wieder dran gemacht und dabei kamen diese kleinen Erbsentörtchen heraus die von scharfer Wasabi-Sahne begleitet werden. Eine schöne, sommerliche Vorspeise oder hübsches Fingerfood, das vegetarisch leicht daher kommt.

Bis dieses Rezept komplett ausgearbeitet war, dauerte es eine ganze Zeit. Erst sollte es eine Quiche mit Erbsen werden, dann eine Erbsenmousse und irgendwann hatte ich auch mal über ein Erbsen-Brot nachgedacht. Mit dem Ergebnis bin ich jetzt mehr als zufrieden! Die Törtchen schmecken sowohl kalt, als auch lauwarm und die Wasabi-Sahne gibt dem ganzen den gewissen Schliff, ohne die Erbse selbst zu verdecken.


Rezept für fünf Törtchen

Haferflocken-Boden

  • 10g Paniermehl
  • 5g Vollkornmehl
  • 25g kernige Haferflocken
  • Salz, Pfeffer, Currypulver, Paprikapulver

(1) Haferflocken, Paniermehl und Vollkornmehl miteinander vermischen.

(2) Die geschmolzene Butter hinzugeben und die Masse lecker abschmecken, ich finde Curry passt sehr gut, aber auch Chilli macht sich gut. Vergesst bloß nicht das Salz! Keiner mag ein fades Törtchen-Fundament.

(3) In fünf Muffin-Förmchen jeweils einen Esslöffel der Masse geben und diese festdrücken, entweder mit dem Löffelrücken oder einfach mit einem Finger.

Haferflockenboden und Erbsen vor dem Backen

Erbsen-Crème

  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 150g Erbsen, gerne auch tiefgekühlt
  • ca. 10ml weißer Essig oder Weißwein
  • 2 Zweige Thymian
  • 150ml Milch oder Sahne
  • 2 Eier
  • Salz, Pfeffer, Muskat und andere Gewürze, die ihr evtl. verarbeiten wollt

(1) Zwiebel und Knoblauch in Öl anschwitzen, bis die Zwiebel glasig ist, nun die noch gefrorenen Erbsen und den Thymian hinzugeben.

(2) Jetzt mit Essig oder Weißwein ablöschen, kurz reduzieren lassen und mit der Milch auffüllen. Das muss jetzt kochen, bis die Erbsen weich sind, so fünf Minuten.

(3) Und das kommt jetzt in den Mixer! Oder muss mit dem Pürierstab durchgewalkt werden… Wer es richtig fein mag, streicht das Püree dann noch durch ein Sieb, ich finde die Textur so besser, aber das ist jedem selbst überlassen.

(4) Nachdem die Eier hineingerührt wurden, muss diese Masse nun ebenfalls lecker gemacht werden! Salz, Pfeffer und Muskat bieten sich an, aber auch Wasabi und Ingwer. Manche Menschen mögen auch die Kombination von Minze und Erbsen. Ich habe es klassisch, dezent gehalten, damit die Wasabi-Sahne nachher auch noch Sinn macht.

(5) Das schöne grüne Püree nun gleichmäßig auf die Böden verteilen und bei 120°C 25-30 Minuten stocken lassen. Die Masse wird zwar fester, aber so lange sie warm ist, wird sie nicht starr, also wundert euch nicht, wenn sie noch ein wenig wackelt.

 

Wasabi-Sahne

  • 100g Sahne
  • 1/2 TL Wasabi-Paste
  • etwas Salz

(1) Die Sahne anschlagen, bis sie leicht dickflüssig ist. Dann den Wasabi hinzugeben und die Sahne zu Ende aufschlagen. Nur noch abschmecken, ich finde ein wenig Salz gut, mein Freund nicht so.

(2) Werden die Törtchen kalt serviert, kann die Sahne nun durch die Sterntülle auf die Törtchen aufgespritzt werden. Wer sie lauwarm verspeisen möchte, sollte die Sahne à pair gereicht werden.

Querschnitt eines Erbsentörtchens

Für meinen Geschmack könnte die Masse noch ein wenig fluffiger sein, aber ich habe noch keine Idee, wie sich das umsetzen ließe. Wer eine Idee hat, immer her damit. Ansonsten finde ich diese Kreation wirklich gelungen, als Appetizer oder Amuse Buche in lauen Sommernächten oder auch als kleine leichte Vorspeise.