Apfelstrudel mit Vanille-Topfen

Knusprig dünner Teig gefüllt mit sauer-süßen Äpfeln, Rumrosinen, das klingt nach Apfelstrudel! Doch statt klassisch Vanilleeis oder Vanillesauce dazu zu servieren, mag ich diese österreichische Spezialität lieber mit locker-leichtem Vanille-Topfen, oder Quark wie der Westfale sagt.

Apfelstrudel, der Inbegriff österreichischer Mehlspeisen. Seitdem ich in Neuseeland die wunderbare Andy aus Österreich kennengelernt habe, muss ich immer wieder an ihren fantastischen Strudel denken. Sie hat sowohl Teig als auch Füllung intuitiv aus dem Ärmel geschüttelt. Ich musste ein wenig nachmessen und probieren, aber das Ergebnis reicht fast an den lauschigen Abend in Punakaiki heran.


Strudelteig

(für ein Backblech)

  • 130-150g Mehl
  • 1El geschmacksneutrales Öl
  • 1 Ei
  • 50ml Wasser
  • 1 Prise Salz

(1) Aus all den Zutaten einen glatten, nicht klebrigen und elastischen Teig herstellen. Richtig gut wird er nur, wenn man ihn richtig lange knetet, mindestens fünf Minuten. Versucht es erst mit 130g Mehl und wenn der Teig dann noch zu klebrig ist, gebt Löffel für Löffel etwas mehr hinzu.

(2) Wenn der Teig endlich nicht mehr an euren Fingern klebt, formt ihn zu einer Kugel, ölt ihn ein und stellt ihn unter eine vorgewärmte Schüssel für 20-30 Minuten. Ich habe eine Glasschüssel für 30Sekunden in die Mikrowelle gestellt und den Teig dann in die Sonne gestellt. Funktioniert super.

Apfelstrudel Teig

Apfelfüllung

  • 50g Rosinen
  • 20ml Rum
  • 500g saure Äpfel
  • 60g Brauner oder Vollrohrzucker
  • 1/2 TL Zimt
  • 60g Butter
  • 50g Paniermehl
  • optional ein paar Nüsse, Mandel oder Walnuss

(1) Die Rosinen zusammen mit dem Rum erwärmen, so dass die Rosinen sich vollsaugen können. Wer den Strudel zusammen mit Kindern essen möchte, nimmt entweder Apfelsaft oder Wasser um die Rosinen einzuweichen.

(2) Anschließend die Äpfel schälen, achteln und in gleichmäßige Scheiben schneiden und mit Zucker, Zimt und Rosinen vermischen.

(3) Fehlen noch die Butter-Brösel. 50g Butter schmelzen und mit dem Paniermehl vermischen.

(4) Der Teig sollte mittlerweile genug gequollen sein. Für eine dünne Strudelplatte nun den Teig auf einem feuchten Küchentuch flach drücken und vorsichtig immer weiter auseinander ziehen. Wichtig ist, dass der Druck möglichst nicht punktuell ausgeübt wird, also lieber den Teig mit den Handrücken auseinander ziehen, bis der Teig so dünn ist, dass man das Küchentuch sehen kann. Sollte er reißen, nehmt ein Stückchen vom Rand zum flicken.

Apfelstrudel Teig ausgerollt

(5) Die Äpfel und Rosinen nun gleichmäßig auf dem Teig verteilen und die Butter-Brösel darüber streuen. Wer noch Nüsse verwenden möchte, gibt sie jetzt hinzu. Das Küchentuch an einer Seite nun vorsichtig anheben, wenn der Teig sich nun nicht „automatisch“ einrollt, müsst ihr ein wenig nachhelfen und den Rand einklappen. Wenn der Strudel dann gerollt ist, muss er auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Ich brauchte noch zwei Hände von meinem Freund um den Strudel heile zu versetzen.

(6) Die restlichen 10g Butter schmelzen und den Strudel damit einstreichen, bevor er für 30min bei 220°C im Ofen verschwindet.

Apfelstudel mit Vanilletopfen

Vanille-Topfen

  • 250g Quark
  • 20ml Sahne
  • 5g Vanillezucker
  • eine Vanilleschote

(1) Den Quark in einem Küchentuch ausdrücken und mit Sahne, Vanillezucker und Vanilleschote abschmecken und zusammen mit dem warmen Strudel verspeisen.

Das ganze genieße ich dann jetzt in meinem Garten, unter dem Apfelbaum in den letzten Strahlen der Sommer-Sonne und warte darauf, dass endlich meine Äpfel reifen und ich jeden Tag Strudel essen kann.