Longs‘ gelungenes Omelett

Kann ein Rezept, das im Titel schon als „gelungen“ beschrieben wird, wirklich die Erwartungen daran erfüllen? Vor allem, wenn es sich bei dem Rezept um ein Omelett handelt? Mit dieser Einstellung bin ich daran gegangen und war am Ende positiv überrascht.

Wie ihr mittlerweile gemerkt habt, bin ich von meinem neuen Koch-/Comicbuch „Kann denn Kochen Sünde sein?“ wirklich angetan und beim Stöbern habe ich noch dieses Rezept aufgetan, von dem man meinen sollte, an einem Omelett kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Dennoch zeigt der Autor hier einige Kniffe auf, die man beim nächsten Mal berücksichtigen sollte. Darunter das fast gelingsichere Umschlagen.

Zutaten für 1 Omelett

  • 2 Eier
  • 2 getrocknete Tomaten (eingelegt)
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 El Kapern
  • geriebenen Parmesan
  • Salz, Pfeffer

Dazu sei gesagt, dass Long wirklich nur die Eier aufführt, die anderen Zutaten sind je nach Geschmack zu variieren, die Kombination von getrockneten Tomaten, Rosmarin, Kapern und Parmesan war allerdings äußerst schmackhaft.

(1) Zunächst bereiten wir alles vor, indem die Tomaten, das Rosmarin und die Kapern klein gehackt und der Parmesan fein gerieben werden. Die Eier sollen nicht aufgeschlagen werden, da die Luftbläschen das Omelett in der Pfanne aufplustern und das Ergebnis eben nicht mehr „gelungen“ ist. Long vergleicht es hier mit Spachtelmasse. Also werden die Eier in einer Schüssel nur vorsichtig mit einer Gabel verquirlt und mit ein wenig Salz und Pfeffer gewürzt.

(2) Den Herd auf mittlere Stufe stellen und in einer Pfanne Butter auslassen. Wenn die Pfanne heiß ist, soll die Eimasse eingelassen werden. Nun wird so lange gewartet, bis an den Rändern der Pfanne stockendes Ei festzustellen ist (so ungefähr wie im Bild). Zu diesem Zeitpunkt sollten möglichst schnell die Zutaten gleichmäßig darauf verteilt werden.

Belegtes Omelette vor dem Umschlagen

(3) Jetzt folgt der Teil, der aus den meisten Omletts das bekannte „F**k it, I’ll make scrambled eggs, then.“ – Rührei macht: das Umschlagen. Doch Long stellt eine Technik vor, die auch schon beim ersten Mal ein zufriedenstellendes Ergebnis liefert. Mit einem Spatel wird das Omelett vorsichtig vom Rand zur Mitte hin von der Pfanne gelöst, diese leicht geneigt und mit dem Spatel die eine Hälfte des Omeletts angehoben. Die Schwerkraft erledigt den Rest. Je nach Dicke und Vorliebe soll das Omelett jetzt zu Ende garen.

Das Ergebnis der Prozedur ist ein schön saftiges, von der Konsistenz her wirklich hervorragendes Omelett. Schön, dass man immer noch etwas dazulernen kann, selbst wenn es nur um scheinbar so banale Dinge, wie das Zubereiten eines Omeletts, geht.