Nudeln apulische Art

Aus meinem neuen Lieblingsbuch „Kann denn Kochen Sünde sein?“ koche ich heute das erste Rezept: „Orecciette alla Barese“, oder apulische Art. Das sind Nudeln mit Brokkoli, Sardellen und ganz viel Knoblauch.

Bevor man beschließt ein Rezept nachzukochen, sollte man es lesen, genau lesen. Das habe ich mal wieder verschwitzt und euch trotzdem in meiner Rezension angepriesen. Was ich bei diesem herrlichen Gericht überlesen habe, ist das Vorwort. Es geht um die Vorzüge von Sardellen. Sardellen esse ich nicht.

Was ich außerdem nicht erwerben konnte sind Orecchiette und Rübestiel. Rübstiel bekomme ich saisonal bedingt nicht, gut, dass Long hier selber Brokkoli vorschlägt, und leider hatte der Supermarkt keine Öhrchennudeln mehr, dafür müssen jetzt Muschelnudeln herhalten.

Und was machen wir nun wegen der Sardellen? Statt totem Fisch nehme ich lieber Kapern. Die sind ebenfalls salzig und haben einen schönen Eigengeschmack. Problem gelöst.

Zutaten für vier Personen

  • 300g Orichiette oder andere Nudeln
  • einen Brokkoli
  • 30g Kapern
  • 4 Zehen Knoblauch
  • Öl zum Braten
  • Parmesan nach Geschmack

(1) Den Brokkoli in feine Röschen schneiden, ich persönlich verwende auch gerne den gut geschälten Strunk, Long nimmt den nur für Suppen. Die Kapern hacken und den Knoblauch „in feine Stücke“ schneiden. Keine Ahnung was das genau heißt, also habe ich den Knoblauch in dünne Streifen geschnitten.

(2) Die Nudeln in Salzwasser kochen und fünf Minuten bevor sie gar sind den Brokkoli hinzugeben.

(3) Während Nudeln und Brokkoli garen, in einer Pfanne Öl erhitzen und den Knoblauch goldbraun rösten. Dann die Temperatur runterdrehen und die Kapern hinzugeben.

Kapern und Knoblauch für Nudeln apulische Art

(4) Sobald die Nudeln und das Gemüse fertig sind, können sie abgegossen werden. Gebt sie zurück in den Topf und vermengt alles mit Knoblauch und Kapern. Jetzt noch mit Parmesan abschmecken und schon kann gegessen werden.

Ihr seht, das Gericht ist super schnell zubereitet und schmeckt einfach wahnsinnig gut. Der Knoblauch ist nicht so dominant, sondern gibt nur feine Noten, die Kapern machen aus dem Brokkoli endlich mal etwas Spannendes. Das wird es bei mir öfter geben.

Um nochmal auf das Kochbuch zu sprechen zu kommen: es fiel mir relativ schwer ein Rezept auszuwählen, welches „blogreif“ ist. Die meisten Winter-Gerichte beinhalten Fleisch oder Fisch, vegetarisch wird es dort erst wieder im Frühling. Ansonsten war das Rezept gut beschrieben und gezeichnet, die Zubereitung verlief problemlos und ich bin einfach begeistert von der geschickten Kombination der Zutaten. Vorher wäre ich nie auf die Idee gekommen, Kapern zu Broccoli zu essen und hatte keine Ahnung, was man mit Rübestiel anstellen sollte. Vielen Dank, Monsieur Long.