Vegane Sushi-Maki-Rollen

Ich war im Asia-Markt und jetzt will ich Sushi machen. Ohne Fisch, ohne Fleisch nur Gurke, Avocado und Zucchini. Das kann doch nicht so schwierig werden oder?

Eigentlich liebe ich es, Sushi essen zu gehen. Aber auch nach zehn Tellern mit je einer halben Rolle bin ich nie satt, dafür aber dann arm, denn günstig ist dieses Essengehen ja nicht. Und überhaupt, wie macht man Sushi selber? Ist das schwer? Was braucht man und lohnt sich der Aufwand? Ich bin neugierig. Ein Selbstversuch.

Zutaten für 8 Rollen

Für den Reis:

  • 350g Klebereis
  • 1/4 Nori Blatt
  • 3El Reisessig
  • 1 1/2 El Zucker
  • 2Tl Salz

Für den Rest:

  • 1/4 Gurke
  • 1/4 Avocado
  • 1/2 Zucchini
  • 4 Nori-Blätter
  • Wasabi
  • Sesam
  • Sojasauce

Reis

Zunächst wird der Reis fertig gemacht. Mengenangaben und benötigte Zutaten dafür habe ich nach einem Rezept von Essen und Trinken zubereitet.

(1) Den Reis so lange waschen, bis das Wasser nicht mehr milchig ist. Ich nehme dafür ein Sieb und halte es unter die Brause.

(2) Den sauberen Reis nun in 450ml Wasser legen und zusammen mit dem Nori-Blatt für eine halbe Stunde quellen lassen.

(3) Den Reis aufkochen und nach einer Minute auf niedrige Flamme stellen und mit einem Deckel ca. 15 Minuten kochen lassen. Weitere 10 Minuten mit einem Trockentuch unterm Deckel ohne Hitzezufuhr quellen lassen.

(4) Für den Geschmack Zucker und Salz im Reisessig auflösen, am Besten alles zusammen ein wenig erwärmen, und vorsichtig in den fertig gequollenen Reis geben. Nun alles auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, erst dann kann es weiter gehen.

Während man wartet, mal überlegen, wie der Reis aussehen sollte. Ich habe mich genau an die E&T Anweisung gehalten. Dort kocht man den Reis auf, dann 5 Minuten bei mittlerer Hitze und 10 bei geringer. Das Ende vom Lied war am Topfboden angebackter, klumpiger Reis. Wäre alles nicht so heiß gewesen, hätte ich mich nicht mit Klumpen plagen müssen.

Gemüse und Zubereitung

Ach, und bevor der Kopf vor lauter Reis-Issues platzt, mal lieber Gemüse schneiden.

(1) Das ganze Gemüse in lange Streifen mit einer Kantenlänge von 5mm schneiden, die Zucchini goldbraun anbraten.

(2) Die Noriblätter kurz in der Pfanne toasten, dann halbieren und mit der glänzenden Seite nach unten auf die Bambusmatte legen. Ich weiß nicht, ob jede Sorte das hat, aber meine Blätter hatten „Sollknickstellen“. Die natürlich parallel zu den Bambusstäbchen der Matte legen.

(3) Mit feuchten Fingern jetzt den Reis auf dem Blatt zu 0,7cm Dicke verteilen, am oberen und unteren Rand ca. 1cm aussparen. In die Mitte eine leichte Vertiefung eindrücken und mit Wasabi auskleiden. In das Wasabi-Reis-Bett nun eine Linie Gemüse legen und darauf Sesam verteilen.

(4) Das Rollen, wie beschreibe ich das denn am Besten? Also, unser Nori-Blatt liegt zusammen mit Reis und Füllung auf der Bambusmatte. Nun zieht man den Anfang der Matte zum Ende und drückt das ganze dann nochmal kräftig zusammen. Die Rolle noch in 6 – 8 Teile schneiden und servieren.
Meine Technik ist, mich über meine Arbeitsfläche zu beugen und die Rolle nicht aus den Augen zu lassen während ich sie drehe, damit ich sicher bin, dass die Füllung auch an ihrem Platz bleibt und gegebenen Falls nochmal zu verschieben.

Sushirolle

Das Ergebnis dieses Versuchs ist soweit ganz gut, nur darf der Reis nicht solange kochen, wie E&T es vorschlägt. Aber mit ein wenig Übung wird der Reis sicher besser, die Rollen symmetrischer und der Wasabi gleichmäßiger. Insgesamt war die Herstellung aber weniger aufwendig, als ich dachte und für den Geschmack lohnt sich das bisschen mehr Arbeit auf jeden Fall.

In meinem Kopf kreiselt schon, was noch alles in so ein Nori-Blatt passt…