Piroggen gefüllt mit Quark, Feta und Kräutern

Gefüllter Teig ist immer köstlich. Ravioli, Tortelini, Germknödel, Börek, Empanadas und tausend andere Gerichte schießen mir durch den Kopf. Doch heute wird es polnisch: Piroggen gefüllt mit Quark, Feta und Kräutern, sautiert mit Erbsen, Zwiebeln und Sauerkischessig. Na sdrowje!

Ich hatte Geburtstag und meine Mutti hat mir Set von Nudelpressen geschenkt. Sie konnte sich meine Wutausbrüche sicher nicht mehr anhören, wenn beim Kochen von Tortelini und Co die Füllung herausplatze und stundenlange Arbeit umsonst war.

Das Geschenk ist ein voller Erfolg! Mit der einen Seite der Presse sticht man einen Kreis aus, legt ihn auf die andere Seite, gibt die Füllung hinein, bestreicht die Ränder mit Ei und drückt einfach zusammen. Teigtaschenmachen für Feinmotorikschwächlinge, yeah!

Zutaten für 25 Teigtaschen

Teig

  • 200g Mehl
  • 1 Ei
  • 80ml Wasser
  • Salz, Pfeffer, Muskat

Füllung

  • 250g Quark
  • 150g richtiger Feta
  • 1 Eigelb
  • 2 Esslöffel Paniermehl
  • Dill und Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 1 Eiweiß
  • 1 Esslöffel Milch oder Sahne

Servieren

  • 100g Butter
  • 1 Zwiebel
  • 200g Erbsen
  • etwas Essig, sehr zu empfehlen: Sauerkirschessig

(1) Für den Teig das Mehl mit dem Ei, Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat vermengen und schluckweise Wasser hinzugeben, bis der Teig glatt und nicht klebrig ist. So lange die Füllung noch nicht fertig ist, wartet der Teig am besten in Frischhaltefolie eingepackt im Kühlschrank.

(2) Die Füllung ist denkbar einfach: Quark abgießen und den Feta hineinbröseln. Mit Eigelb und Paniermehl verrühren, sodass keine großen Fetastücke mehr darin sind. Den Teig jetzt noch mit Kräutern und Gewürzen abschmecken und schon wäre auch die Füllung fertig.

(3) Den Teig in vier Teile schneiden und nur den ersten aus dem Kühlschrank nehmen. Wie dick euer Teig sein soll, entscheidet ihr. Mit der Nudelmaschiene wird er dünner als von Hand. Weil das hier keine Tortelini sind, mag ich den Teig dicker, also rolle ich ihn mit einem Nudelholz auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche aus. Dann steche ich Kreise mit ca. 7cm Durchnmesser aus. Ein Teelöffel der Füllung kommt in die Mitte und das mit der Sahne verquirlte Eiweiß pinsele ich auf den Rand. Jetzt die Seiten umschlagen und fest zusammendrücken. Mit meinen neuen Förmchen geht das natürlich viel einfacher. Dies nun so lange wiederholen, bis der gesamte Teig verbraucht ist.

(4) Einen Topf mit Wasser aufstellen und sobald es kocht großzügig salzen. Die Piroggen in kleinen Portionen, je nach Topfgröße, abkochen.  Ich habe immer fünf gleichzeitig gekocht. Nach 2-4 Minuten aus dem Wasser nehmen und entweder auf ein Backblech mit Backpapier legen oder die folgenden Schritte nachmachen.

(5) Eine Pfanne auf mittlere Temperatur erwärmen und die Butter darin schmelzen lassen. Die Zwiebeln hinein geben und goldbraun schmurgeln lassen. Erbsen und Piroggen hinein und alles erwärmen lassen. Wenn eure Butter braun wird, es also anfängt nach Nüssen zu duften, gebt ein wenig Wasser hinzu. So verhindert man, dass die Butter verbrennt. Wenn der Pfanneninhalt schön heiß ist und die Piroggen etwas Farbe genommen haben, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vielleicht auch mit etwas Muskat oder Thymian, was euch gut schmeckt, und mit Essig ablöschen. Anrichten und genießen.

Zu erst hatte ich überlegt eine Sauce aus saurer Sahne zu den Erbsen und den Nudeln zu machen. Beim meditativen Teigtaschenfalten kam mir die Unsinnigkeit dessen in den Sinn. Durch den Schafsfeta ist die Füllung bereits sehr säuerlich, der Quark macht sie, gerade in der Vollfettstufte, sehr cremig. Was mir fehlte war eine fruchtige Note, daher Erbsen und Sauerkirschesssig. Die Zwiebeln runden durch ihre defitgen Noten den Geschmack dann ab.

Beim Schreiben dieses Blogartikels kommen mir schon die nächsten Ideen für allerlei Teigtaschen: eine italienische Variante zum Beispiel, doch statt Feta, mit Ricotta und aus den Erbsen wird ein Pesto. Petersilie und Dill weichen Basilikum und ein wenig Oregano. Oder vielleicht mal was Süßes? Teigtaschen mit Mascarpone und kandierter Orange in einer Sauce aus Erdbeeren oder Kirschen… Wie gut, dass ich die Teigausstecher in fünf verschriedenen Größen habe.