Nanaimo Bars

Sieht ein wenig aus wie Donau-Welle, oder? Diese kleinen Köstlichkeiten kommen allerdings aus Kanada. Der Boden ist schokoladig und knusprig, bestehend aus Butterkeksen, Kakao, Nüssen und Kokosflocken, darauf eine Vanillecreme, getoppt von purer Schokolade. 

Ihr Lieben, vier Wochen ist nichts passiert auf meinem kleinen Blog. Ich war in Kanada, genauer gesagt in Vancouver, und bin von dort direkt in die Klausurenphase gefallen. Das ist nun alles vorbei, ich werde mich wieder mehr den schönen Dingen des Lebens widmen. Dazu gehören auch Kochen, Backen und Genießen und diese Erlebnisse mit der Welt zu teilen!

Meine Abwesenheit aus meiner geliebten Küche möchte ich mit einem Kanada-Mitbringsel beenden: Nanaimo Bars (Ich nenne es Diabetes und koronare Herzkrankheiten in Kuchenform, aber das Risiko lohnt sich!)

Zutaten für 12 Portionen

perfekter Krümmelboden

  • 100g Butter
  • 1 Ei
  • 1 Esslöffel brauner Zucker
  • 50g Kakao
  • 100g Butterkekse
  • 50g Kokosflocken
  • 100g gehackte Haselnüsse

Vanille-Buttercreme

  • 100g Butter
  • 50ml Sahne
  • 200g Puderzucker
  • eine Vanilleschote

Schokoladenguss

  • 100g Zartbitterschokolade
  • 20g Butter

(1) Der Boden ist denkbar einfach. Die Butter schmelzen, von der Hitze nehmen und mit Zucker und Kakaopulver verrühren. Wenn die Butter lauwarm ist, langsam das verquirrlte Ei hinzugeben und langsam weiter erwärmen. LANGSAM! Sonst gerinnt das Ei und alles was übrig bleibt, ist Kakaorührei. Das Ei macht die Masse dickflüssig, sobald sie dicker ist muss sie aus dem heißen Topf in ein anderes Gefäß.

(2) Die Kekse zerkrümmeln, die Kokosraspeln anrösten und zusammen mit den Haselnüssen in die Buttermasse geben und zu einem festen Teig verkneten. Diesen dann in eine ca. 9×9 cm breite Form drücken! Bis die Creme bereit ist, den Boden entweder im Kühlschrank oder im Gefrierfach lagern.

(3) Die Creme ist genau so einfach! Butter und Sahne vorsichtig mit Vanille und Puderzucker aufschlagen. Schlägt man Sahne zu lange, wird sie zu Butter, schlägt man Butter zu lange, gerinnt sie, also Obacht, bitte! Der richtige Punkt ist erreicht, wenn der Zucker nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht und die Masse schön weiß und fluffig ist.

(4) Die Creme muss natürlich auf den Boden, also schön gleichmäßig darauf verteilen und nun wirklich einfrieren, für 20-30 Minuten, die Creme sollte danach gefroren sein für den nächsten Schritt…

(5) Die Schokolade zusammen mit der Butter langsam schmelzen und auf der Creme verteilen. Wäre die Creme nicht gefroren, würde sie sich mit der warmen Schokolade vermischen. In die noch warme Schokolade solltet ihr schon mal das „Schnittmuster“ für die zukünftige Form einritzen, ist die Schokolade abgekühlt ist sie nur schwer zu schneiden.

Gegessen werden können sie entweder noch halb gefroren oder komplett aufgetaut, im Sommer ist mir ersteres lieber. Sie passen zum Kaffee und sind ebenfalls ein wundervoller Nachtisch.

Ich wette die Kanadier haben sich dieses Desser ausgedacht, um eine dicke Fettschicht aufzubauen. So können sie im „Sommer“, bei 16°C weiterhin in Shorts und Flipflops spazieren gehen, ohne sich den Kältetod zu holen und weiter so tun, als wären diese herbstlichen Temperaturen schön warm.