Vegane Waffeln mit Kürbis

Was kann so ein Kürbis eigentlich nicht? Ich meine natürlich in der Küche. Man kann ihn herzhaft oder süß zubereiten, backen, grillen, kochen oder auch roh essen, schmeckt als Kürbissuppe, Kürbisplätzchen oder Pumpkin Pie. Die U.S. Amerikaner packen ihn sogar in den Kaffee und nennen es dann „Pumpkin Spiced Latte“. Warum also keine Kürbiswaffeln? Und das bitte in vegan. Hier mein Rezept.

Seit ein paar Tagen versuche ich mich in veganer Ernährung. Eigentlich wollte ich die „Vegan for fit“ Challenge probieren, doch eine sehr lernintensive Matheklausur stand mir bis Freitag im Weg. An kochen war nur nachts im Bett, beim Kochbuch lesen, zu denken und ich wäre sicher verhungert, hätte mein Herz Alexander mich nicht versorgt.

Freitag war der große Show Down, die Klausur lief über die Bühne, über Ergebnisse lässt sich nur spekulieren. Heute habe ich also ein wenig Zeit mich um meine große Gemüseliebe zu kümmern. Nur was kann ich ausprobieren, was es nicht schon mal auf dem Blog gab? Ich habe sogar schon Brot mit Kürbis gebacken, es gab Kürbispie, Kürbisplätzchen, Kürbispuffer, Kürbispizza und die obligatorische Suppe. (Just in diesem Moment kommt mir die Idee für Ravioli, notiert!) Und so zerbrach ich mir gestern den Kopf über meinem Pumpkin Spiced Latte bis mir der Einfall kam: Waffeln!

Zutaten für 5 vegane Kürbiswaffeln

Kürbiswaffeln

  • 350g Hokkaidokürbis
  • Salz, Zucker und Zimt
  • 50ml Pflanzendrink (Ich habe Sojadrink verwendet)
  • 1/2 Banane
  • 3 Esslöffel gutes Rapsöl oder Nussöl
  • 20g frische Hefe (das entspricht einem halben Würfel)
  • 200g Dinkelmehl
  • 30-50g brauner Zucker
  • 1/2 Teelöffel Bakpulver
  • 1/2 Teelöffel Zimt
  • 1/4 Teelöffel Nelke
  • eine Prise Muskatnuss
  • Salz
  • Abrieb von 1/2 Orange

(1) Den Kürbis in grobe Würfel schneiden (über den Daumen 2*2 cm), auf einem Backblech verteilen und mit den Gewürzen bestreuen. Den Kürbis bei 180°C für 40 Minuten backen, bis er schön weich ist. Den Kürbis zusammen mit dem Pflanzendrink pürieren.

(2) Die Banane fein matschen, sie dient als Ei-Ersatz. Bananenpüree, Kürbispüree, Rapsöl und Hefe gut verrühren.  In einer seperaten Schüssel Mehl, Zucker, Backpulver, Gewürze und Orangenschale vermischen und nach und nach unter das Püree rühren. Vorsichtig probieren, ist euch der Teig süß/würzig genug? Wenn nicht, ändert es.

(3) Den Teig für 30 Minuten oder länger an einem warmen Ort gehen lassen.

(4) Nach den 30 Minuten das Waffeleisen startklar machen, den Teig noch einmal durchrühren und eventuell noch ein wenig Milch hinzugeben. Die Konsistenz muss so sein, dass der Teig nach dem Rühren ganz langsam wieder zusammenläuft. Wie sehr, sehr dicker Pfannkuchenteig.

(5) Das Waffel backen kann beginnen. (Hier zu kann ich nicht viel sagen, da doch jedes Waffeleisen seine Eigenheiten hat. Mein altes musste ich nie einfetten, mein neues nach jeder zweiten Waffel.)

Nach dem ersten Backen war ich sehr erschrocken, weil die Waffel doch sehr dunkel aussah. Kein Wunder bei orangenem Kürbispüee und dunklem Mehl. Die Waffeln selber sind schön weich, genau wie ich sie mag. Die Orangenzesten bieten den doch sehr schweren Gewürzen gut Kontra und sorgen für einen harmonisch leichte, nicht zu weihnachtlichen Geschmack. ( Klingt komisch, ist aber so). Lässt man die Waffeln ein paar Stunden liegen, entfaltet sich das Aroma noch mehr. Ich vermute ein  Tag in einer Tupper- oder Keksdose wäre ideal, leider konnte ich nach einer Woche ohne selbst Gebackenes nicht an mich halten.