Gemüsesuppe

Das heutige Rezept ist ein Klassiker: Gemüsesuppe mit Gemüse als Einlage. Altes Gemüse, Reste und ein paar frische Zutaten werden in Wasser mit einigen Gewürzen und viel Zeit ausgekocht. So entsteht nicht nur ein geschmacksintensiver Fond, sondern auch ein Hausmittel gegen fiese Erkältungen.

Wer kennt es nicht? Im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt sah alles so gut aus und man hat viel zu viel eingekauft. Ein kleiner Teil wartet nun im Kühlschrank sehnsüchtig auf die Verarbeitung. Oft waren meine Gemüsefonds viel zu wässrig, doch mit diesem Rezept und ein wenig Geduld wird aus dem verwaisten Gemüse leckere Gemüsesuppe. Ohne Pulver, ohne Päckchen. Dafür mit Gemüse als Einlage.

Die Mengenangaben in diesem Rezept sind nur ungefähr, alles was nicht mehr so schön ist und unbedingt weg muss, darf in die Suppe. Angefangen beim Gemüse bis hin zu allerlei „herzhaften“ Kräutern (Minze oder Zitronenmelisse könnten komisch schmecken.)

Zutaten für 1,5l Gemüsebrühe mit Einlage

  • 1 Gemüsezwiebel
  • 3 kleine Zehen Knoblauch
  • 2 Möhren
  • 2 Tomaten
  • 1 kleine Sellerieknolle mit Grün
  • 1 kleine Steckrübe
  • 1/2 Blumenkohl
  • etwas Öl zum Braten
  • 1 Esslöffel Tomatenmark
  • 2 Esslöffel Essig (ich habe Rotweinessig genutzt)
  • 3 schwarze Pfefferkörner
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz, Piment, Wacholder, Rosmarin, Thymian und Oregano

(1) Die Zwiebel, mit Schale, halbieren und den Knoblauch andrücken, die werden gleich zu erst angebraten. Das restliche Gemüse schälen, die Schalen werden mit ausgekocht, gehören also noch nicht in den Müll. Für die Einlage eine Möhre, die Hälfte der Steckrübe und der Selleriknolle bei Seite legen, das übrige Grünzeug grob würfeln.

(2) In einem großen Topf das Öl erhitzen und die Zwiebeln mit der Schnittfläche nach unten richtig braun werden lassen, dann den Knoblauch und die Möhren hinzugeben. Wenn der Knoblauch ebenfalls braun ist, das Tomatenmark mit anrösten. Mit dem Essig ablöschen und 3,5l heißes Wasser auffüllen. Die ganzen restlichen Zutaten in den Topf geben.

(3) Den Suppenansatz einmal aufkochen lassen und dann bei niedriger Flamme für 1-2 Stunden mit geschlossenem Deckel weiter köcheln lassen. Anschließend den Herd ausschalten und die warme Suppe über Nacht ziehen lassen. Entweder den Deckel abnehmen oder schräg auf den Topf setzen, so dass die Hitze entweichen kann.

(4) Am nächsten Tag die Suppe für weitere 1-2 Stunden, nun mit offenem Deckel, köcheln lassen. Anschließend erst durch ein Sieb, dann durch Tuch passieren und erneut abschmecken. Das gekochte Gemüse nicht wegwerfen, eine Idee für die weitere Nutzung folgt am Ende dieses Posts.

(5) Für die Suppen-Einlage die Möhre in dünne Scheiben, die Steckrübe in Rauten und den Sellerie in Würfel schneiden, den Blumenkohl in feine Röschen zerteilen. Welche Form euer Gemüse am Ende hat, ist eigentlich egal, so lange alles ungefähr die gleiche Größe hat und somit gleichmäßig gar wird. Für zehn Minuten köcheln lassen. Schnittlauch und Petersilie kleinschneiden und in die Suppe streuen. Fertig ist eine schöne Vorspeise.

Ich finde es schade, dass ausgekochte Gemüse wegzuwerfen, also habe ich daraus Gemüsefrikadellen gemacht. Dafür habe ich die unschönen Stücke, wie Zwiebelschale, Selleriegrün und rote Beeteblätter, aussortiert. Dann habe ich alles püriert, abgeschmeckt und mit einem halben Paket Kartoffelpüreepulver  zu einem festen Teig verarbeitet. Daraus habe ich Frikadellen geformt und sie im Backofen, bei 150°C für 30 Minuten gebacken. Ein paar gab es gebraten zur Suppe, der Rest wartet in der Gefriertruhe darauf verspeist zu werden. So mag ich meine Resteverwertung.