Irish Coffee Schokoladen Pralinen

Kaffee mit Whiskey und Sahne nennt sich Irish Coffee. Ich trinke zwar gerne Whiskey, aber in meinem Kaffee bevorzuge ich doch einen Toffee-Whiskey. Als ich diese Köstlichkeit mit meinem Liebsten auf der Couch teilte, hatte er den Geistesblitz: eine Praline aus Kaffee, dunkler Schokolade, Toffee und einem Schuss irischem Gold. 

Gibt es etwas Besseres als Pralinen? Wenn es um Schokolade geht wohl kaum. Wer jetzt keinen Whisky zur Hand hat, kann sich mal bei Vidamo umschauen. Dort findet Alexander seinen Whiskey und ich gebe viel zu viel Geld für meine Laster Pfeife rauchen und Rum trinken aus. Aber was soll’s? Wenn ich schon die meiste Zeit vegan lebe, möchte ich manchmal auch unvernünftig sein und eine schöne Pfeife schmauchen und dabei Pralinchen schlemmen.

Hier folgt also ein Rezept für Irish Coffee in Pralinenform (dazu empfehle ich Vanille Tabak).

Zutaten für 20 Pralinen

  • 90g Sahne
  • 6g Kaffebohnen
  • 30ml Whiskey
  • 300g Zartbitterschokolade (min. 60% Kakao)
  • 5 weiche Karamellbonbons
  • 2 El Zucker
  • 30g weißes Nougat

Zubereitung

Für die Ganache müssen zuerst Sahne und 5g Kaffeebohnen aufgekocht und um die Hälfte reduziert werden. Um möglichst viel Kaffee-Geschmack aus den Bohnen in die Sahne zu bekommen, sollten sie vorher zerstoßen werden. Während der Sahne-Kaffee köchelt, 200g der Schokolade hacken. Sobald die Sahne reduziert ist,  kann der Whiskey hinzugegeben werden. Alles zusammen nochmal aufkochen und durch ein Sieb über die 200g gehackte Schokolade schütten. So lange mit einem Gummiespartel darin rühren, bis eine glatte Ganache entsteht. Die Ganache in einem flachen Behälter kaltstellen, bis die Masse eine butterartige Konsistenz hat.

In der  Zwischenzeit kann der Kaffee-Krokant hergestellt werden. Hierfür ein Backblech mit Backpapier bereitstellen, 1g der Kaffeebohnen grob zerstoßen und den Zucker zusammen mit einem Esslöffel Wasser in einer Pfanne aufkochen und dann karamellisieren. Sobald eine hellbraune Farbe zu erkennen ist, die zerstoßenen  Bohnen hinzugeben und so lange weiter köcheln lassen, bis die Fabe ein sattes goldbraun erreicht hat. Den Krokant auf das Backpapier streichen und auskühlen lassen. Bei Seite stellen. Das Wasser löst den Zucker und verkocht anschließend, im Karamell bilden sich so keine Klumpen und er wird gleichmäßig braun.

Bevor man nun die Pralinen formt, bereitet man den Karamell Kern zu. Die Plombenzieher sechsteln und zu kleinen Kugeln rollen. Zwischen den Handflächen die Ganache jetzt zu Pralinen rollen und wie beim Knödel-füllen die Karamellbonbons in die Mitte einarbeiten. Die Pralinen-Rohlinge machen es sich dann erst mal wieder in einer Schüssel oder auf einem Backpapier gemütlich. Damit Ganache und Schokolade nicht verschmelzen, müssen die unfertigen Leckereien für 15 Minuten in den Tiefkühler.

Für die Schokohülle die letzten 100g Schokolade über einem Wasserbad schmelzen. Die Pralinen aus dem Gefrierfach nehmen. Ein wenig Schokolade auf die Finger  nehmen und darin die eiskalten Pralinen rollen, zurück auf das Backpapier und blitzschnell den Krokant darüber streuen. Das ist mit Schokolade an den Fingern nicht so einfach, daher das Krokant einfach mit einem Löffel verstreuen.

Und weil zu einem Irish Coffee auch immer eine Sahnehaube gehört, noch ganz vorsichtig das weiße Nougat schmelzen. Es darf nicht zu flüssig sein, da man es so nicht spritzen kann. Meine Lösung: zehn Sekunden Mikrowelle und dann kräftig rühren! Ab in den Spritzbeutel mit einer feinen Lochtülle und jeder Praline eine kleine Haube verpassen.

Schlusswort

Die herbe Schokolade nimmt es gut mit den doch sehr intensiven Aromen von Kaffee und Whiskey auf, Nougat und gerade der Karamell sorgen dennoch für ein nicht zu schweres Erlebnis. Bis wir wieder Zeit haben gemütlich beieinander zu sitzen, bleiben die Pralinen gut verpackt im Kühlschrank. Ich schätze die Lagerfähigkeit auf eine Woche. Aber so alt werden sie doch eh nicht…