Veganer Bratapfel

Weihnachten ist vorbei und trotz des anhaltenden Völlegefühls muss man etwas essen. Passend zum ersten Schnee gibt es Bratäpfel gefüllt mit einem Crumble aus Haferflocken mit gemahlenen Haselnüssen, Rosinen und gehackten Nüssen. Natürlich gibt es dazu auch Vanillesauce.

Einmal im Jahr mache ich Bratäpfel, ich frage mich warum nur so selten. Obwohl es kein großer Aufwand ist, schmecken sie super und geben einem ein warmes Gefühl im ganzen Körper. Dazu eine kuschelige Wolldecke, ein gutes Buch oder der Harry Potter Marathon und schon ist das Wintergefühl perfekt.

Eigentlich wollte ich auf eine Empfehlung hin für dieses Rezept mal Quitten verwenden, da sie gebacken weniger bitter sind und somit ihre leckeren Aromen besser zur Geltung kommen. Leider habe ich keine mehr bekommen, weder auf dem Wochenmarkt noch beim Gemüsehändler. Wenn ich welche finde, mache ich sie und werde berichten.

Zutaten für 3 Portionen

  • 3 saure Äpfel (z.B. Boskop)
  • 50g Margarine
  • 50g Vanillezucker
  • 25g gemahlene Haselnüsse
  • 25g Haferflocken
  • 25g Mehl
  • gehackte Nüsse, Rosinen und Zimt nach Geschmack
  • 250ml Sojamilch (oder andere pflanzliche Milchersatzprodukte)
  • 1/2 Vanilleschote
  • 1 EL Amaretto
  • 1-2 EL Honig
  • 1 EL Speisestärke

Zubereitung

Die kalte Butter mit dem Zucker, den Haselnüssen und den Haferflocken grob verkneten, sodass Streusel entstehen. Dann die Zutaten eurer Wahl hinzugeben, ein wenig Zimt und ein paar klein gehackte Mandeln machen sich sehr gut in einem Apfel, aber auch Walnüsse, Rosinen oder Cranberries veredeln den Geschmack.

Die Äpfel waschen und entweder halbieren und entkernen oder das Kerngehäuse mit einem dieser Stanzer entfernen. Klassisch wählt man wohl eher die zweite Variante, ich finde die erste aber wesentlich angenehmer, denn es passt mehr Füllung hinein.

Die Füllung großzügig auf alle drei Äpfel oder sechs Hälften verteilen. Wie backt man so etwas wackeliges wie Apfelhälften nun am Besten? Die Erfahrung zeigt: auf einem Muffinblech. Die Äpfel in die Mulden legen und bei 180°C für ca. 45 Minuten backen. Die Bratäpfel sind fertig, sobald das Fruchtfleisch weich und die Füllung knusprig ist.

Doch was wäre ein Bratapfel ohne Vanillesauce? Ziemlich traurig, das ist sicher. Deshalb kann man die Backzeit nutzen, um eine Sauce zu kochen. Wer mag nimmt eine klassische Vanillesauce oder auch diesen Vanille-Topfen. Wer es wie ich vegan mag, nimmt dieses Rezept: den Sojamilch zusammen mit Amaretto, Honig, dem Mark der Schote und der ausgekratzten Schote aufkochen. Sobald es kocht, die ausgekochte Schote herausnehmen, die Speisestärke mit einem Schluck Leitungswasser anrühren und unter Rühren in die kochende Flüssigkeit einlaufen lassen, weiter rühren und nochmal aufkochen.

Schlusswort

Beides zusammen servieren. Mir schmeckt es am Besten, wenn die Füllung nicht direkt von Sauce ertränkt wird, sondern knusprig bleibt und nur der Apfel darin schwimmt. Wer die klassische Version des Bratapfels bevorzugt verknetet dafür 90g Marzipan mit einem Esslöffel Honig, einem Teelöffel Amaretto oder Rum, Rosinen und gehackten Nüssen und füllt die Äpfel damit. Egal wie, lecker ist beides.