Graupensuppe

Meine Mama wurde in ihrer Kindheit mit Graupen drangsaliert. Ich musste sie nie essen. Schade eigentlich, sind die entspelzten und polierten Weizenkörner doch eine Reis-ähnliche Einlage für Suppen und Eintöpfe, nur aromatischer. Die kohlenhydratreichen Körner machen ihren Mangel an Mikronährstoffen durch jede Menge Gemüse und ein Nori-Blatt wieder gut.

Graupen sind fettarm, leicht verdaulich und eignen sich somit auch für einen verstimmten Magen. Allerlei Gemüse sorgt für die Vitamin-Zufuhr und ein Nori-Blatt bringt asiatische Noten mit ins Spiel – ein wenig Spannung für eine Gemüsesuppe.

Das Rezept an sich ist sehr einfach. Das Aufwändigste an diesem Eintopf ist wirklich nur das Schneiden des Gemüses. Hat man damit allerdings Routine, steht innerhalb von 30 – 40 Minuten ein leckerer Eintopf auf dem Tisch, der die ganze Familie satt macht.

Wie generell bei Eintöpfen oder Suppen eignet sich für die Zubereitung ein tiefer Topf. Meiner hatte ungefähr ein Volumen von 5 Litern und der war hinterher fast voll. Wer keinen ausreichend tiefen Topf hat, wird sicher bei dem Sortiment, das zum Beispiel Neckermann anbietet, fündig oder macht einfach kleinere Portionen in mehreren Töpfen.

Zutaten für 4 – 5 Personen

  • 4 Möhren
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 600g Pastinake
  • 1/2 Stange Lauch
  • 1/4 Blumenkohl
  • 1/4 Knollensellerie
  • 250g Perlgraupen
  • 3 Liter Gemüsebrühe
  • Dill, Petersilie
  • 3 getrocknete Nori Blätter
  • Salz, Pfeffer
  • 2 El Sesamöl

Zubereitung

Zunächst geht es ans Schnibbeln. Das ganze Gemüse muss schön klein geschnitten werden. Also Möhren, Zwiebeln, Pastinake, Blumenkohl und Knollensellerie in ca. 1,5 x 1,5cm große Würfel schneiden. Den Knoblauch nur grob hacken und auch beim Lauch muss man nicht so genau sein. Bei unregelmäßig geschnittenem Gemüse sieht man dann auch direkt, dass man es selbst gemacht hat.

In einem tiefen Topf das Gemüse in etwas Öl gut anschwitzen und schließlich mit der Gemüsebrühe ablöschen. Die Perlgraupen hinzugeben, die Nori Blätter klein zupfen und diese ebenfalls in die Brühe werfen. Alles zusammen ungefähr 20 Minuten auf mittlerer Flamme köcheln lassen und zwischendurch mal überprüfen, ob die Pastinaken weich und die Graupen gequollen sind.

Zum Schluss kommen noch gehackter Dill und Petersilie in den Eintopf. Ergänzt wird die Note der Alge noch mit ein wenig Sesamöl. Den Herd ausmachen und dann noch mal 5 Minuten auf dem Herd stehen lassen, damit die Kräuter ihren Geschmack abgeben. Mit genügend Salz und ein wenig Pfeffer abschmecken und mit etwas frischer Petersilie anrichten.

Schlusswort

Was ich besonders an diesem Eintopf mag, ist, dass er besser wird, je öfter man ihn warm macht. Die Graupen verkochen nicht, sie saugen höchstens die Flüssigkeit auf. Wer also anstrengenden Tagen entgegen sieht, in denen die Zeit zum Kochen knapp wird, macht diesen Graupeneintopf und zehrt davon.