Käsekuchen mit Kokos, Mango und Passionsfrucht

Ein Rezept für Käsekuchen hatte ich auf meinem Blog bislang noch nicht. Das ändert sich hiermit! Allerdings kein klassischer, dafür aber frisch und fruchtig. Ein Kuchen für Experimentierfreudige mit genügend Zeit für die Zubereitung.

Manchmal stellt man sich Rezepte so schön vor, investiert Zeit und Zutaten, macht sich viel Mühe und trotzdem ist das Ergebnis eher ernüchternd. Genau das ist mir bei dieser kleinen Käse-Sahne-Torte mit tropischem Einschlag passiert. Von dem geplanten Käsekuchen mit Kokos-Bisquit, Passionsfrucht-Schicht, Käsekuchen und Mango-Decke waren nur drei, ein wenig durcheinander geratene Schichten übrig. Was war passiert? Ich kann nur mutmaßen, aber ich habe weder Bisquit, noch der Passiosnsfrucht genug Zeit zum Abkühlen gegeben, das hat vermutlich dazu geführt, dass der Biskuit die noch flüssige Schicht aufgesogen hat und alles was er nicht schlucken konnte, hat sich mit der Käsekuchen-Masse vermischt.

Solltet ihr also planen dieses Rezept nachzumachen, lasst die Passionsfrucht entweder richtig auskühlen oder lasst sie ganz weg.

Auch wenn mein Ergebnis eher ein Unfall war, habe ich ihn trotzdem verschlungen. Mango kombiniert mit Passionsfrucht schmeckt schon nach Urlaub, Kokos-Boden und cremiger Käsekuchen dazu und es schmeckt ein wenig nach Pina Colada, leicht, karibisch und himmlisch süß.

Zutaten für eine kleine Springform (22cm)

Boden

  • 70g Butter
  • 125g Zucker
  • 85g Milch oder Passionsfruchtsaft
  • 2 Eier
  • 1 Eiweiß
  • 75g Mehl
  • ½ Tl Backpulver
  • 90g Kokosflocken

Passionsfrucht-Schicht

  • 500ml Passionsfruchtsaft oder Nektar
  • 20g Zucker
  • Vanille
  • ½ Paket Vanille Pudding Pulver

Käsekuchen

  • 125g Butter
  • 125g Zucker
  • 250g Quark
  • 2 Eier
  • 1 Eigelb
  • Vanille
  • Puddingpulver

Mango-Schicht

  • 300g gutes Mangomark
  • 5g Agar-Agar

Zubereitung

Beginnen wir mit der ersten Schicht, dem Kokos-Biskuit. Butter und Zucker weiß schaumig schlagen und die Eier hinzugeben, dann erneut gut verrühren. Die trocknen Zutaten, bis auf die Kokosflocken vermischen und abwechselnd mit dem Passionsfruchtsaft unter die Ei-Masse schlagen. Anschließend die Kokosflocken unterheben. Wer offen ist für kreative Geschmackskombinationen kann eine kleine Prise Curry in den Teig geben. Sie betont alle anderen Aromen zusätzlich und gibt eine ungewöhnliche Note in die ganze Torte.

Gebacken wird der Boden in einer kleinen, gut gefetteten und bei Bedarf mit Mandeln oder Kokos ausgestreuten Springform, bei 170°C für ca. 30 Minuten. Da die anderen Schichten ein weiteres Mal gebacken werden, sollte der Boden zwar durch, aber nicht braun sein. In der Form auskühlen lassen, bevor die nächsten Schichten aufgebaut werden.

Während der Biskuit backt, kann der Passionsfruchtsaft um 2/3 reduziert werden. Hierfür den Saft mit den übrigen Zutaten mischen, aufkochen und langsam simmern lassen. Das kann bis zu 30 Minuten dauern. Sobald von den 500ml noch ca. 170ml vorhanden sind, kann das Vanillepuddingpulver mit zwei Esslöffeln Wasser glatt gerührt werden und in den kochenden Saft eingerührt werden. Die Masse muss nun eine Temperatur von ca. 30°C erreichen, da sie bei diese Temperatur noch flüssig genug ist, sie auf dem Boden zu verstreichen, aber nicht zu flüssig, dass sie in den kalten Boden einsinken würde.

Fehlt das wichtigste: der Käsekuchen! Die Butter mit dem Zucker schaumig schlagen, dann den Quark dazugeben. Ist dieser glatt verrührt können die Eier hinzugegeben werden. Alles ordentlich schaumig schlagen. Um eine Bindung zu garantieren kommt noch ein halbes Päckchen Vanillepuddingpulver unter die Masse und für optimalen Geschmack noch eine halbe Vanilleschote. Die Masse auf der Passionsfruchtschicht verteilen und bei 200°C für 45 Minuten bis zu einer Stunde backen. Die Masse muss komplett durchstocken.

Fast geschafft. Ist der Käsekuchen gestockt und abgekühlt vollenden wir das Kunstwerk mit einer Schicht Mango. Entweder kauft ihr eine frische Mango und püriert sie, oder ihr nehmt fertiges Püree aus reifen indischen Mangos im handlichen Glas in Bioqualität. Das Püree mit Honig abschmecken, Agar-Agar hineinrühren und unter rühren aufkochen. Anschließend sofort auf dem Kuchen verteilen. Sobald die Schicht fest ist, kann der Kuchen genossen werden.

In diesem Kuchen steckt ein wenig Arbeit, aber es lohnt sich. Er schmeckt nach Sommer, Urlaub und Meer.