Lieber Blog, wir müssen reden…

Keine Angst, wir trennen uns nicht!

An jeder Beziehung muss gearbeitet werden; alles, was sich lohnt zu erreichen, macht eine Menge arbeit; nur die Harten kommen in den Garten… So viele kluge Sprüche, so viel Wahrheit und doch so viel Frustration.

Ja, ich bin frustriert. Die Suche nach neuen Followern und Lesern, die SEO, der Druck, jede Woche einmal kreativ zu werden, meine größtenteils schlechten Fotos, all das nervt unheimlich, lieber Blog. Kannst du nicht von alleine schön und beliebt sein? Warum muss ich dafür gefühlt zehn Stunden am Tag darauf aufpassen? Ich habe immerhin auch ein Leben, also reiß dich mal zusammen! Wo sind die tollen Cooperationen und die vielen Leser? Die Firmen die für Artikel viel Geld bezahlen und mein eigenes Kochbuch habe ich auch noch nicht gesehen.

Fast drei einhalb Jahre und was haben wir erreicht? 154 Beiträge auf butterinmyveins.de , 412 Likes auf Facebook, 37 Follower bei Pinterest und 147 bei Twitter. Und wie viele Menschen lesen den Blog? Wer erfreut sich an ca. 130 Rezepten? Ungefähr 100 Menschen am Tag, manchmal mehr, manchmal weniger. Das ist ein bisschen wenig für drei einhalb Jahre, findest du nicht?

Sag, lieber Blog, woran liegt das? Du bist doch ganz ansehnlich, gute Optimierung für Suchmaschinen, Vernetzung mit sozialen Netzwerken?

Wirklich, Vernetzung? Mit welchen anderen Blogs darfst du denn spielen? Du redest mit kaum jemandem, außer über Twitter. Schon mal was von Gastartikeln gehört? Oder die Kommentar-Funktion genutzt bei anderen? Oder Blog-Events? Voll super, alle kochen zu einem Thema und tauschen sich darüber aus, teilen  Ideen, Erinnerungen, und vor allem Rezepte!

Vielleicht haben wir wieder mehr Spaß zusammen, wenn wir mit anderen Blogs interagieren. So wie wir uns das mal gedacht hatten. Damals, als alles noch ganz frisch war und uns die Welt offen Stand.

Die Menschen sprechen aber nur mit einem, wenn man etwas von sich preisgibt. Und da ist es jetzt wohl an mir, lieber Blog. Ich muss anfangen von mir zu erzählen. Wie wäre es mit einem Foto von mir? Und ich erzähle dir ein wenig aus meinem verrückten Leben. Von meiner unglaublichen Verplantheit und warum ich es nie schaffe, an Blogevents teilzunehmen. Und ich könnte von meinem Lauf und dem Training erzählen. Das gerade pausiert, da ich fies erkältet bin und mir die Zeit mit Nase putzen und Horror-Filmen vertreibe.

So lieber Blog, was essen wir jetzt, nach dieser Aussprache? Als ich klein war, gab es an schlechten Tagen oft Grießbrei. Wie damals, als mein kleiner Bruder und ich die Windpocken hatten. Rosinen, Zimt und Zucker machen alles besser!

Zutaten für 2 Portionen Grießbrei

  • 400ml Pflanzendrink
  • 70g Zucker oder Agavendicksaft
  • ZIMT, Zimt und noch mehr Zimt
  • Vanille
  • 40g Grieß
  • Zimt und Zucker zum drüberstreuen
  • Rosinen, für jeden der mag

Die Milch mit dem Zucker/Sirup, Zimt und Vanille aufkochen. Den Grieß langsam hinein rieseln lassen und ständig rühren! Kräftig rühren. Noch einmal aufkochen. In Schüsseln füllen, Zimt-Zucker und Rosinen drüber streuen und sofort aufessen. Bevor sich diese ekelige Haut auf dem Pudding bilden kann.

Anschließend unter der liebsten Wolldecke in der kuscheligsten Ecke auf der Couch zusammen rollen und allen Frust vergessen. Dabei am besten in den Lieblingsblogs stöbern und zwei, drei Kommentare posten. So kann der Ostermontag ohne miese Laune ausklingen. Halten wir fest, was für mehr Spaß am bloggen notwendig ist: weniger Druck, mehr Persönlichkeit und mehr Interaktion mit anderen.

Lieber Blog, ich hab dich lieb!